Pferdegespann Nahaufnahme
Foto: Veronica Platzek

Berchinger Rossmarkt: Bayerns größtes Wintervolksfest

Mehr als 100 Pferde und Gespanne ziehen traditionell am Mittwoch nach Lichtmess durch die Berchinger Innenstadt. Zahllose Fieranten verwandeln die mittelalterliche Stadt in einen riesigen Warenmarkt. Und der ist ebenso untrennbar mit dem Berchinger Rossmarkt verbunden, wie die politische Ansprache, die heuer der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält.

Dampfende Rösser, rote Backen, der Geruch von Bratwurstsemmeln und gebrannten Mandeln – der Mittwoch nach Lichtmess – er fällt dieses Jahr auf den 8. Februar – ist Feiertag in Berching. Mehr als 100 Pferde und Gespanne ziehen dann traditionell durch die Berchinger Innenstadt. Zahllose Fieranten verwandeln die mittelalterliche Stadt, deren 1.100 Jahre alter Stadtkern von 13 Wehrtürmen und vier Toren umschlossen ist, in einen riesigen Warenmarkt. Tausende Besucher drängen sich durch den Warenmarkt auf der Suche nach Schnäppchen, Rosswurststemmeln und anderen Leckereien.

Zuschauer:innen beim Roßmarkt in BerchingBeim Berchinger Rossmarkt werden bis zu 20.000 Zuschauer:innen erwartet. Foto: Veronica Platzek

Bis zu 20.000 Besucher werden erwartet

Ein Kleintiermarkt mit Hasen und Federvieh begeistert die Jüngsten. Aber stärkster Besuchermagnet sind natürlich die Rösser. Der kommentierte Pferdeauftrieb beginnt um 9:00 Uhr. Etwa 100 festlich herausgeputzte Pferde werden durch das dichtgedrängte Publikum über die Schulstraße in die Stadt geführt und am Reichenauplatz zur großen Pferdeschau aufgestellt. Den größten Eindruck machen dabei die mächtigen Kaltblüter.

Pferde und Pferdemärkte haben in Berching eine jahrhundertealte Tradition. Schon im 13. Jahrhundert hielt man hier Viehmärkte ab, bei denen auch Pferde gehandelt wurden. Später wurden, um die Gesundheit der für die Landwirtschaft existenziell wichtigen Tiere zu gewährleisten, regelmäßige Rossbeschauen durchgeführt. Den ersten Rossmarkt im heutigen Sinne gab es erst am 3. Februar 1926. Damals noch ein reiner Pferdemarkt, wurden bei der Premiere stolze 341 Vierbeiner aufgetrieben. Weil sich die Veranstaltung auch für die ansässigen Geschäftsleute lohnte, erteilte der Magistrat die Genehmigung für einen jährlichen Rossmarkt. In den 1960er Jahren wandelte der sich zu einer Pferdeschau mit großem Warenmarkt und entwickelte sich in wenigen Jahren zu einem Besuchermagneten mit bis zu 20.000 Besucher:innen.

Politisch wird's auch

Zur Landwirtschaft gehört in Bayern die Politik und zum Berchinger Rossmarkt die traditionelle politische Kundgebung um 10:30 Uhr. Die politische Ansprache hält heuer der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hält. Söder ist bereits zum vierten Mal am Roßmarkt in Berching.

Und nach der Politik geht’s dann zum Weiterdiskutieren und zu kulinarischen Schmankerln in eines der zahlreichen Gasthäuser. Oder doch lieber eine warme Rosswurstsemmel mit süßem Senf vom Marktstand? Probier es aus!

Ansprache Rossmarkt BühneBeim Rossmarkt gibt es traditionell eine politische Ansprache, die in diesem Jahr Bayerns Ministerpräsident Söder hält. Foto: Veronica Platzek

Rossmarkt Berching

Der Berchinger Rossmarkt, Bayerns größtes Wintervolksfest, findet am 8. Februar 2023 statt. Beginn ist um 6 Uhr mit dem Kleintier- und Warenmarkt in der historischen Altstadt.

ABLAUF:

Ab 8:00 Uhr Großer Waren- und Krammarkt in der gesamten Altstadt.

Pünktlich um 9.00 Uhr sollen die Pferde geschlossen auf den Marktplatz aufgetrieben werden. Die Pferde und deren Halter werden im Rahmen des Auftriebes dem Publikum vorgestellt.
Eine unabhängige Kommission wird die Bewertung der aufgetriebenen Pferde und die Festlegung der jeweiligen Auftriebsprämien vornehmen.

Um 10.30 Uhr findet die politische Großkundgebung auf der Bühne statt. Dieses Jahr hat der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder sein Kommen zugesagt.

Alle Infos unter www.berching.de

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