Wildgarten Furth im Wald
Foto: TI Furth im Wald

Vom Mittelalter in die Steinzeit: Eine Zeitreise in den Ferien

In Ostbayern findet ihr zahlreiche (Geschichts)Parks, in denen ihr in längst vergangene Zeiten eintauchen könnt. Egal ob eine Reise ins Mittelalter oder sogar bis zurück zu den Dinosaurieren – hier ist alles möglich!

Streifzug durch den Wildgarten Furth im Wald

„Mut zur Wildnis“ auf 100.000 Quadratmetern, einer Fläche so groß wie 14 Fußballfelder. Als Ulrich Stöckerl vor mehr als 30 Jahren mit dem Bau seines Wildgartens in Furth im Wald begann, galt er in seiner Heimatstadt lange Zeit als Spinner. Heute ist sein Lebenswerk ein beliebter Treffpunkt für Naturfreund:innen, Eltern und Kinder sowie Schulklassen und andere Gruppen, die mehr über die ökologischen Zusammenhänge erfahren möchten. In der Unterwasserbeobachtungsstation des Wildgartens schauen Besucher:innen durch eine dicke Glasscheibe ins „Wohnzimmer“ der Fische. Zander, Flussbarsch und kapitale Hechte, Rotaugen und Rotfedern schwimmen an den Besuchern auf Augenhöhe vorbei. Ein faszinierender Anblick, denn so viele Fische auf so engem Raum bekommt man sonst nicht zu sehen. Ungestört vom Menschen darf sich die Natur im Wildgarten mit Hängebrücken und Mooren, Bäumen und Felsen entfalten. Rund zwei Stunden dauert der Rundgang, den man ausgestattet mit einem Geländeplan auf eigene Faust oder im Rahmen von Führungen unternehmen kann. Nebst ungezähmter Natur sind es mystische Wesen und Gestalten, die den Wildgarten so besonders machen. Kleine und große Kunstobjekte, Dinosaurierskelette und zottelige Mammuts tauchen bei Streifzügen durch den Garten überraschend auf. „Mut zur Kunst“ ist das andere Motto des Wildgartens, der seinen Besuchern nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch ein Lachen entlocken möchte. Geöffnet ist der Wildgarten ganzjährig von 10 Uhr bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 4,50 Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 4 Euro.

freizeit_kinder_dinopark_denkendorfIm Dinosaurier-Freiluftmuseum Altmühltal heißt es auf über zehn Hektar Lernen und Erleben. Foto: Maxlouis Köbele/Capture It

Dinosaurier Museum Altmühltal

Im Dinosaurier-Parkbei Denkendorf im Altmühltal könnt ihr bei jedem Wetter eine spannende Zeit erleben. Von lebensgroßen, wissenschaftsgetreuen Nachbildungen, über spannende Originalfossilien, bis zu spaßigen Mitmach-Aktivitäten hat der Dinopark in Bayern für jeden Urzeit-Fan das beste zu bieten. Auf dem Erlebnispfad im Wald gibt es verschiedene Mitmachstationen und einen schattigen Waldbiergarten. Ein besonderes Highlight des Dinosaurierparks: Das älteste Archaeopteryx-Fossil der Welt wurde hier im Altmühltal gefunden. Neben vielen Spielplätzen können die Kinder in einer überdachten Halle nach Edelsteinen suchen oder Fossilien präparieren. 

Dinopark im Zoo Pilsen

Im Zoo Pilsen erwarten euch nicht nur lebende Tiere, sondern auch zahlreiche Urzeit-Giganten. In der wunderschönen Parkanlage erwarten euch eine Vielzahl an statischen und beweglichen Sauriermodellen mit Audioeffekten in Lebensgröße. Ein gewaltiges Modell eines Apatosaurus, unter dem sich ein ganzer Kindergarten verstecken kann, eine wundervolle Aussicht auf das Zentrum von Pilsen von der „Aussichtsplattform eines Brachiosaurus“, viele Kinderschaukeln, Klettergerüste und Attraktionen, ein Teich mit Wasserfall, der von einem Giganten des Mesozoikum bewohnt wird und vieles mehr.

neumarkt_freizeit_alcmonaAlcmona ist der keltische Name für den Fluss Altmühl und zugleich ein Verein in Dietfurt, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das Erlebnisdorf Alcmona originalgetreu aufzubauen. Foto: Attila Henning

Erlebnisdorf Alcmona

Alcmona ist der keltische Name für den Fluss Altmühl und zugleich ein Verein in Dietfurt, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das Erlebnisdorf Alcmona originalgetreu aufzubauen. Aufgrund von archäologischen Ausgrabungen ist nachweisbar, dass in der Gegend um Dietfurt im Naturpark Altmühltal vorgeschichtliche Siedlungen der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit existierten. Bisher hat der Verein ein historisches Langhaus rekonstruiert und bietet ein vielfältiges Programm an – vom Weidenflechten über Bronzeguss bis zum Kräuterworkshop für Kinder.

Frauen sitzen vor einem historischen GebäudeSeit 2011 zeigt der Geschichtspark in mittlerweile vier Siedlungsgruppen aus dem 9. bis zum 14. Jahrhundert, wie der Mensch im Mittelalter lebte. Foto: Klaus Schicker

Geschichtspark Bärnau-Tachov

In Bärnau im Landkreis Tirschenreuth kommt ihr dem Mittelalter besonders nah. Hier kann man sehen, wie das Leben im 9. bis 14. Jahrhundert tatsächlich war. Im dortigen Geschichtspark Bärnau-Tachov sind seit 2011 bereits 30 Gebäude entstanden, die originalgetreu nach archäologischen Funden gebaut und möbliert sind. Besonders bei Veranstaltungen wird das Mittelalter im Geschichtspark wirklich „lebendig“. Dann zeigen Darsteller:innen in historischer Kleidung das Alltagsleben der Menschen. Es wird gekocht, gebaut, Handwerk vorgeführt oder geerntet. So erleben die Besucher:innen ganz konkret, wie hart die Zeit war, aber auch wie unerwartet fortschrittlich viele Arbeitstechniken waren.

Nina hat den Überblick: über die Inhalte auf unserer Website und unsere Social-Media-Profile. Wenn sie dann aber doch mal genug vom Digitalen hat, genießt sie die Schönheit der Oberpfalz ganz analog – am liebsten vom Wasser aus: Die gebürtige Ambergerin paddelt leidenschaftlich gerne auf dem SUP – zusammen mit ihren beiden Söhnen.

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