DIE REGENSBURGER DOMSPATZENIm Jahr 975 gründete Bischof Wolfgang eine eigene Domschule, die neben demallgemeinbildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalischeAusbildung legte. Es ist die Geburtsstunde der Regensburger Domspatzen. Mitihrer 1050-jährigen Tradition sind sie wohl einer der ältesten Knabenchöreweltweit. Den Schülern war damals schon der liturgische Gesang in derBischofskirche übertragen. Bis heute sind sie der Domchor der RegensburgerKathedrale. An den Hochfesten der Kirche und an den Sonn- und Feiertagenwährend der Schulzeit sind sie in St. Peter zu hören.Egal wo die jungen Musiker auftreten, der Applaus klingt in allen Sprachen derWelt gleich: begeistert. Es ist dieser klare und warme Chorklang, der dieDomspatzen über Jahrzehnte hin berühmt und unverwechselbar gemacht hat.Er zeichnet sich auch durch seine Wandlungsfähigkeit und Dynamik aus. Durchihren Gesang berühren die Domspatzen auf besondere Weise die Herzen derZuhörer. Mit den klaren Stimmen eines Knabenchors verleihen sie derChormusik noch mehr Strahlkraft und eine beeindruckende Tiefe.Das umfangreiche musikalische Repertoire des Chores reicht von den ältestenGesängen der Kirche, dem Gregorianischen Choral, über die Vokalpolyphoniedes 16. Jahrhunderts mit Werken Palestrinas, Lassos und Hasslers, den Barock,die Klassik und die Romantik bis hin zum Volkslied und Werkenzeitgenössischer Komponisten. Die Regensburger Domspatzen arbeiten aberauch regelmäßig mit namhaften Orchestern und Solisten zusammen.Seit September 2019 ist Christian Heiß (*1967) Domkapellmeister inRegensburg und damit Chef der Regensburger Domspatzen. Neben dem Chordes Domkapellmeisters gibt es noch zwei weitere Knabenchöre mit je einereigenen Chorleitung. Seit 2022 nehmen die Domspatzen auch Mädchen auf, dieeinen eigenen Mädchenchor am Regensburger Dom bilden. Die Chorarbeit isteingebunden in die Bildungsaufgabe der gesamten Institution. Zu ihr gehöreneine Grundschule und ein Gymnasium mit Ganztagsbetreuung und Internat.
