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Theater, Festivals, Konzerte und vieles mehr. Wir geben Dir hier einen Überblick über die Veranstaltungen in der Oberpfalz.

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DA KLOA PRINZ – AUF BOARISCH

15. Mai, 19:00 - 23:59 Uhr

„Mach‘s guad, pfiad di God!“ Hod da Fuchs gsagt. „Mogst du no des hearn, wos i neamd sonst ned sag? Es ist ganz oafach. Ma siehgt ned gscheid, wenn‘s Herz ned dabei is. Des, worauf‘s okimmt, des seng d‘Augn ned.“Bayerische Musik – Bayerischer Kleiner Prinz? Ja das geht. Und wie! Weil das Bayerische eine wunderbare Melodie in sich trägt. Und diese Melodie findet Eingang in seelenvolle Marienlieder, funkelnde Sternenmusik und Niederbayerische Ari’n. Dafür sorgen mit gestandener Esoterik, himmlischen Texte, neuen Klängen und herzvoller Mehrstimmigkeit Sprecher Gerd Holzheimer und das hervorragende Musiktrio „wunderweis“ unter der Leitung von Monika Drasch.Das wird ein Abend für die Seele, voll sinnlicher Gedanken über die Bayerische Sprach‘. Liebevoll kredenzt von der Stadt Cham im Rahmen ihrer Rathauskonzerte. Am Sonntag, 15. Mai, um 19.00 Uhr.Tickets zum Preis von 25 € / ermäßigt 20 €  hier online oder bei allen okticket-Vorverkaufsstellen.Im Dialekt steckt das Subjekt, der einzelne Mensch mit seiner ganz eigenen Sichtweise auf diese Welt, mit seiner Erfahrung der Welt, mit seiner persönlichen Lebenserfahrung. Im Dialekt wird die oft forciert behauptete Objektivität der sogenannten Hochsprache infrage gestellt. Steckt nicht schon im Begriff »Umgangssprache« eben der tägliche Umgang jener Menschen miteinander, die in ihrer ursprünglichen Sprache miteinander kommunizieren? Da verbirgt sich eine andere Art zu denken als in der Hochsprache, eine eigene Lebensform, die Welt des Gefühls vor allem – die Umgangssprache ist eigen-artig. Die Hochsprache ist regelgeleitet, unabhängig von der Person des Sprechenden. Sie ist Summe dessen, was in einem Lehrbuch als richtig bezeichnet wird. Diese Sprache kann auch ein Automat generieren, Dialekt sprechen kann nur ein Mensch. Bei jedem klingt die Färbung ein wenig anders. »I hob’s so gern, wenn se d’Sonn zum Schlaffa hilegt. Kimm, schau ma s’ uns o, wia s’ untageht …« Das Bairische trägt eine wunderbare Melodie in sich. Sie wird angelockt von dem Märchenton des französischen Textes – wie sie auch schon von Gesängen aus anderen Sprachen angezogen worden ist, aus dem Griechischen zum Beispiel. Carl Orff, nicht nur weltberühmter Musiker und Komponist, sondern auch ein Meister der Sprache, der bairischen zumal, hört Sprache als Teile einer Partitur. Für ihn ist sie »Musik«, altgriechisch »mousikae«, ein Begriff, der die Sprachmelodie des Altgriechischen, Lateinischen, Mittelhochdeutschen und des Altbairischen umfasst.»Isch ’ abe kein Angst vor Tigähr, aber horreur vor, wie sagt man, ziehendem Luft. ’aben Sie ein Paravant?« An Horror vor dem, wenn’s ziagt, wenn a Pflanzl hod, siehg i schwarz, hod sie da kloa Prinz denkt. Des Bleame is kompliziert.Die Interpreten:Gerd Holzheimer: Übersetzer, Autor und Sprecherpromovierte am Institut für Bayerische Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Anschließend war er Mitarbeiter am Haus der Bayerischen Geschichte. In diesem Zusammenhang war er maßgeblich für die Betreuung und inhaltliche Gestaltung des Sonderheftes 08 der Edition Bayern mit dem Titel »Wer ko der ko – Süddeutsch und Bairisch« zuständig. Darüber hinaus verantwortete er die Gestaltung von zwei Räumen (Mundarten in Bayern, Theater) für das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Holzheimer arbeitete als Gymnasiallehrer an verschiedenen Schulen in Bayern und war Lehrbeauftragter für neuere deutsche Literatur und für Bayerische Literaturgeschichte an der LMU. Als Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen – z.B. »Kulinarisches Bayern« (2017), »Zum Ammersee« (2015), »Polt. Biografie« (2012), »Auf Trüffeljagd im Fünfseenland« (2003) – hat er sich einen Namen gemacht. Seit 2012 ist er Herausgeber der Zeitschrift »Literatur in Bayern«, die schon seit über 30 Jahren vierteljährlich erscheint.Monika Drasch:  Gesang, Grüne Geige, Dudelsack, Zitherspielte beim Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn, in der Band von Hubert von Goisern, zusammen mit Hans Well von der ehemaligen Biermösl Blosn und musiziert nun in verschiedenen eigenen Formationen. In Auftritten gemeinsam mit Gerd Holzheimer wurden Programme zu Napoleon, Luther und zum kleinen Prinzen entwickelt. Dabei untermalt Monika Drasch die Lesung von Gerd Holzheimer mit ihrem Trio »wunderweis«. Feine und kräftige bayerische Volkslieder werden erklingen. Lieder über Sterne, Freundschaft, Rosen und Fuchs in schönster Zweistimmigkeit, begleitet mit Zither, Grüner Geige und Dudelsack. In ihrer Interpretation und in der Übertragung von Gerd Holzheimer wird der kleine Prinz zu einem gleichermaßen bodenständigen wie befremdlich wirkenden Wesen, das von einem anderen Stern kommt und doch nichts anderes sucht als menschliche Nähe und Freundschaft.Friedrich Bracks: TenorFriedrich Bracks wurde 1983 in Starnberg geboren. Nach seiner achtjährigen Mitgliedschaft beim Windsbacher Knabenchor studierte er zunächst Schauspiel bei Suzanne Geyer in München sowie auf den Schauspielschulen “The New Collective” und “TVI Actors Studios” in Los Angeles. Nach einigen Jahren nahm er parallel ein privates Gesangsstudium bei Ingrid Bettag und Peter Pöppel auf. 2018 war er zudem Teilnehmer bei den “vielklang Meisterklassen” als Student von Klaus Mertens. 2019 nahm er am Meisterkurs der Internationalen Bachakademie Stuttgart teil. Seine Engagements als Schauspieler umfassen Projekte beim Volkstheater München, bei Theater Impuls und Theater Plan B, sowie in Film- und Fernsehproduktionen. Außerdem arbeitete er als Filmschaffender für den Bayerischen Rundfunk. Den Fokus nun ausschließlich auf Gesang setzend, ist Friedrich auf zahlreichen Bühnen Europas unterwegs. Schon früh entdeckte er seine Passion für Alte Musik und etablierte sich erfolgreich als Ensemblesänger und Solist in der Barock- und Renaissanceszene. Er sang u.a. beim Eröffnungskonzert der Stuttgarter Bachwoche 2019 den Evangelisten in der “Johannes-Passion” von G. Ph. Telemann unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann. Seine Ensemblearbeit umfasst u.a. Engagements bei der Gaechinger Cantorey, dem Chorwerk Ruhr, der Zürcher Sing-Akademie, dem Kammerchor Stuttgart und dem belgischen Solisten-Ensemble Vox Luminis. 15 Jahre lang war er Mitglied beim Ensemble miXtur. In den Jahren 2016-2019 auch als musikalischer Leiter. Seit März 2020 ist er der Tenor beim Calmus Ensemble.Konstantin Ischenko: AkkordeonStudium an den Musikhochschulen in Sankt-Petersburg, Köln und Freiburg. Aufbaustudium bei Prof. Fridrich Lips an der Russischen Akademie für Musik „Gnessin“ in Moskau und Solo-Klasse bei Prof. Teodoro Anzellotti an der Musikhochschule Freiburg mit Auszeichnung. Berufliche Tätigkeit: Solo- und Kammermusik-Konzerte auf der ganzen Welt. Darunter Konzerte mit verschiedenen Orchestern (Bayerische Staatsoper, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Münchener Kammerorchester, u.a.).  1. Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, unter anderem des „Coupe Mondial“ im Akkordeonspiel und Gast bedeutender Festivals. Seit 2000: Künstlerischer Leiter des Internationalen Festival-Wettbewerb in Tscheljabinsk/ Russland. Mitglied des Ensembles „Gitanes Blondes“, Jurymitglied bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Zahlreiche CD- und TV- Aufnahmen.Am Veranstaltungsabend gelten die aktuellen Infektionsschutzregeln!

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Details

Tag:
15. Mai 2022
Zeit:
19:00 - 23:59 Uhr
Kategorie:
Webseite:
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Veranstalter

Stadt Cham

Veranstaltungsort

Langhaussaal des Rathauses, Marktplatz 2 (Cham)
Adresse
Marktplatz 2
93413 Cham
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