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Theater, Festivals, Konzerte und vieles mehr. Wir geben Dir hier einen Überblick über die Veranstaltungen in der Oberpfalz.

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Ausstellung – „Youth against Vandalism“

02. November

„Scherben und Müll im Park“ – diese und ähnliche Schlagzeilen in der örtlichen Presse, die sich auf die Freizeitanlage Quadfeldmühle beziehen,erzürnen rechtschaffene Bürger und die Verantwortlichen im Chamer Rathaus in regelmäßigen Abständen. Für die Fachoberschule Cham, vertreten durch Jürgen Ertl, Michaela Schedlbauer, Josef Bachmeier und Gerhard Höcht, Grund genug, das Phänomen Vandalismus genauer zu untersuchen, zumal  Spielarten des Vandalismus auch vor den Schulen nicht Halt machen.Als Glücksfall kann es bezeichnet werden, dass die Europäische Union durch eine sehr großzügige finanzielle Unterstützung die Zusammenarbeit von Schulen ermöglicht. Das Ganze nennt sich Erasmus+ und so konnte die Fachoberschule Cham mit ihren Projektpartnern in Portugal, Griechenland, Italien und Polen beim ersten Projekttreffen in Cham daran gehen, die Zerstörungswut von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den jeweiligen Ländern zu untersuchen. In einer ersten Arbeitsphase untersuchten die Schüler/innen spezifische Formen von Vandalismus in ihren Herkunftsländern. In Italien bespielsweise werden häufig Kulturdenkmäler das Ziel von Vandalismus, was verständlicherweise Einheimische wie Touristen empört. Allen Beteiligten wurde schnell klar, wie notwendig es sein wird, Präventionskonzepte gegen Vandalismus zu entwicken.In Portugal standen dann die Ursachen und Lösungsansätze für Vandalismus im Vordergrund. Die Auswertung der Befragungsergebnisse anhand eines gemeinsam erstellten Fragebogens zeigten länderspezifische Unterschiede. Auf einer Podiumsdiskussion wurden Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie von Vertretern der Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutiert.Das Projekttreffen in Griechenland betonte die Kreativität der Schüler/innen der beteiligten Länder: Plakate, die länderspezifische Formen von Vandalismus dokumentierten, wurden vorgestellt. Sie sind Bestandteile einer Wanderausstellung, die später in allen Ländern gezeigt werden soll. Höhepunkt war dann eine Graffiti-Sprühaktion: Unter Anleitung eines Streetart-Künstlers durften vorbereitete Wände mit Spraydosen gestaltet werden.Auf diese Aktion in Griechenland waren die Schüler/innen der Chamer Fachoberschule gut vorbereitet. Zusammen mit dem Regensburger Graffiti-Künstler Jonas Heigl wurde im Schulhof der Schriftzug „FOSBOS“ gestaltet, der dann den Bauzaun während der Renovierung des Beruflichen Schulzentrums optisch aufwertete. In der Nachbereitung dieser Aktion wurde in einer Podiumsdiskussion die grundsätzliche Problematik angesprochen: Handelt es sich hier um Kunst oder um Sachschädigung? Die Teilnehmer aus Kommunalpolitik und Kunstszene waren sich überraschend einig: Graffiti als Protest oder auch als optisch ansprechende Kunst habe seine Berechtigung – aber eben nicht überall. Eine Lösung können zum Besprühen freigegebene Flächen sein. Dass die Stadt Cham nun auf dem Gelände der Quadfeldmühle der Fachoberschule Cham eine  Wand zum Besprühen zur Verfügung stellt, ermöglichte uns am 01.Juli 2021 den vorläufigen Schlusspunkt unseres Projekts, das durch die Corona-Pandemie heftig ausgebremst wurde. Das Graffiti-Kunstwerk der FOS Cham ist weithin sichtbar und dokumentiert, dass europäische Schulprojekte eine Außenwirkung in der Öffentlichkeit haben können. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese Möglichkeit.Dass das vergangene Schuljahr ein außergewöhliches war, wird niemand bezweifeln. Zunächst wurde unser Projektzeitraum um ein ganzes Jahr verlängert, die anhaltende Pandemie verhinderte die so notwendigen Projekttreffen, sie sind ja gewissermaßen das Herzstück von Erasmus+. Am Ende wurde alles gut. Die beiden fehlenden Projekttreffen in Polen und Italien werden im August 2021 nachgeholt.  Die Schwerpunkte in Jelcz-Laskowice nähe Wroclaw waren die Besichtigung von öffentlich zugänglichen Graffitis und die Vorbereitung des Abschlussberichts. In Martano (Italien) wurde schließlich die lange geplante Wanderausstellung eröffnet. Sie gibt einen kompletten Überblick über alle Stationen unseres Projekts.  Auch hier ist der europäische Mehrwert unübersehbar: Die inhaltlichen Vorgaben (Ausstellung über Vandalismus im Ländervergleich und gemeinsamer Abschlussbericht) werden eingehalten und die Treffen der Kollegen/innen aus den Partnerländern verstärken die intensiven Beziehungen untereinander. Nachahmung wird empfohlen!Den endgültigen Schlusspunkt in Cham bildet die Eröffnung der Wanderausstellung am 14. Oktober 2021 in einem Leerstand am Chamer Marktplatz. Durch Vermittlung des Chamer Bürgermeisters Martin Stoiber können wir die Schaufenster des ehemaligen Schmuckladens Winter nutzen. Die Chamer Öffentlichkeit erfährt nun abschließend alles Wesentliche über die 5 Ländertreffen in Deutschland, Portugal, Griechenland, Polen und Italien. Im Mittelpunkt stehen Gründe für Vandalismus, Erscheinungsformen und Präventionsmaßnahmen. Sollten wir zur Sensibilisiereung für dieses gesellschaftspolitische Thema beigetragen haben, so haben wir unser Ziel erreicht.

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Details

Tag:
02. November 2021
Kategorie:

Veranstalter

FOS/BOS Stadtbushaltestelle

Veranstaltungsort

Winterhaus (Cham)
Adresse
Kirchplatz 1
93413 Cham
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