10 verblüffende Fakten über den Landkreis Cham

Handgeklöppeltes aus dem Landkreis Cham war spitze, die Stadt Cham diente schon als Filmkulisse und wo sonst kannst Du einem lebensechten Drachen begegnen, der noch dazu alle Rekorde bricht? Diese und viele weitere spannende Fakten über den flächenmäßig größten Landkreis der Oberpfalz findest Du hier!

Rund 126.000: So viele Menschen leben im Landkreis Cham. Die früheren Landkreise Cham, Kötzting und Waldmünchen, der östliche Teil des Landkreises Roding und einige Gemeinden anderer Kreise wurden 1972 im Zuge der Gebietsreform zum neuen Landkreis Cham zusammengeschlossen, der damit wieder annähernd den historischen Gebietsumfang der alten Markgrafschaft Cham erreichte. Mit einer Fläche von 1.520 Quadratkilometern ist er der größte Landkreis der Oberpfalz. Er gliedert sich in 39 Gemeinden, darunter sechs Städte und fünf Märkte.

 

Der Further Drachenstich ist das ältestes Volksschauspiel Deutschlands. Seit nun mehr als 500 Jahren wälzt sich ein Drache durch die Oberpfälzer Grenzstadt. Der Hauptdarsteller Tradinno hält noch einen weiteren Rekord: mit elf Tonnen Gewicht und 16 Metern Länge ist der Further Drache der größte Schreitroboter der Welt und hat es sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.

Die Grenze zu Tschechien ist 72,2 Kilometer lang. Der Landkreis Cham grenzt direkt an den westböhmischen Bezirk Pilsen. Rund 2.000 tschechische Arbeitnehmer arbeiten jenseits der Grenze. Die Zusammenarbeit reicht von wirtschaftlicher Kooperation über die Zusammenarbeit im Bildungsbereich bis hin zu Kulturprojekten.

 

Der höchste Punkt der Oberpfalz liegt im Landkreis Cham. Mit 1.383 Metern ist der kleine Arber der höchste Gipfel der Oberpfalz. Sein großer Bruder, der große Arber, ist noch ein wenig höher, befindet sich aber schon im Regierungsbezirk Niederbayern.  

 

Die Regentalaue zwischen Cham und Pösing ist mit 1.427 Hektar das größte Naturschutzgebiet der Oberpfalz. Außerdem besteht der Landkreis aus neun weitere Naturschutzgebiete mit zusammen über 600 Hektar Größe. Ganze 76 Prozent des Landkreisgebietes liegen in der Schutzzone des Naturparks Oberer Bayerischer Wald. 

 "Als ich grad nach Cham kam, war der Zug nach Furth furt (fort)" - ist eine beliebte Wortspielerei der Einheimischen. Weiter geht der Auspruch übrigens: "dann fuhr ich im Regen über Regen, in einem Bogen über Bogen".

 

Der Pfingstritt zu Bad Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas. Jedes Jahr am Pfingstmontag ziehen über 900 Reiter auf geschmückten Pferden und in alten Trachten in den nahegelegenen Ort Steinsbühl. Diese Tradition geht auf einen Vorfall im 15. Jahrhundert zurück: Ein Mann, der im Sterben lag, erbat sich die Sterbesakramente. Eine Gruppe Kötztinger Burschen gaben dem herbeigerufenen Pfarrer auf seinem Weg Geleitschutz. Nach ihrer glücklichen Rückkehr gelobten die Reisenden, ihren Ritt von nun an jedes Jahr zu wiederholen - und so ist es bis heute. 

 

"Die Brücke" wurde in Cham gedreht. Die Florian-Geyer-Brücke vor dem Biertor, die den Kleinen Regen überspannt, wurde 1959 zum Hauptdrehort des erfolgreichen Kriegfilms. Diese wurde allerdings Anfang der Neunziger Jahre abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Weitere Drehorte im Stadtgebiet waren die Schule am Regenbogen, der Chamer Bahnhof und die ehemalige Weißbierbrauerei Höchstetter.

In Cham erklingt jeden Tag die französische Nationalhymne. Pünktlich um fünf nach Zwölf spielt das Glockenspiel auf dem Marktplatz die Marseillaise. Damit ehren die Chamer nicht etwa das schöne Frankreich, sondern einen berühmten Sohn der Stadt: Johann Nikolaus Graf Luckner war ein gefeierter Kriegsheld. 1763 trat er als General in die französische Armee ein. Ihm wurde 1792 das Lied "Chant de guerre poor l'armée du Hin" gewidmet, aus dem später die Nationalhymne Frankreichs wurde. Graf Luckner ist übrigens eine der drei Brunnenfiguren auf dem Chamer Marktplatz, die Passanten gerne mit Wasser bespuckt.

 

Handgeklöppeltes aus dem Landkreis Cham war einfach spitze. 1907 wurde in Tiefenbach eine Klöppelschule gegründet, auf der die Schüler das anspruchsvolle Handwerk erlernen konnten. Die filigrane Oberpfälzer Spitze schaffte es sogar auf die Weltausstellungen. Wo früher geklöppelt wurde, regiert heute übrigens der Bürgermeister.