10 verblüffende Fakten über den Landkreis Amberg-Sulzbach

Das Amberg-Sulzbacher Land wird auch Ruhrgebiet des Mittelalters genannt. Außerdem steht hier der größte Sandskiberg Europas. Wusstest Du, dass der Hollywoodschauspieler Nicoals Cage hier einmal ein Schloss besessen hat? Wir haben noch viele weitere spannende Fakten über den Landkreis für Dich...

105.000: So viele Einwohner hat der Landkreis Amberg-Sulzbach. Er besteht aus 27 Gemeinden. In seiner heutigen Form existiert er seit der Gebietsreform 1972, bei der die beiden Landkreise Amberg und Sulzbach-Rosenberg zusammengelegt wurden. Die Stadt Amberg blieb kreisfrei.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist die Kirwa-Hochburg der Oberpfalz. "Oh Kirwa lou niad nou ..." Im "Land der 100 Kirwafeste" wird diese Tradition noch intensiv gelebt. Fast jedes Dorf feiert einmal im Jahr sein dreitägiges Kirchweihfest - mit streng überlieferten Ritualen, Kirwamoidln und Kirwaburschen in bunter Tracht und natürlich viel süffigem Bier. Und wo die Kirwa stattfindet, dort steht auch der prächtig geschmückte Kirwabaum am Dorfplatz. Wenn Du einmal das Oberpfälzer Lebensgefühl pur inhalieren willst, bist Du hier genau richtig. Ähnlich bedeutend wie die Kirwan sind übrigens die großen Bergfeste um bekannte Wallfahrtskirchen in der Region... 

"Auberbach's Keller" in Leipzig wurde von einem Amberg-Sulzbacher gegründet. Das berühmte Lokal wurde vor rund 200 Jahren durch Goethes Faust weltbekannt. Nach dem Vorbild des Kellers in seinem heimischen Elternhaus in Auerbach eröffnete Dr. Heinrich Stromer sein berühmtes Weinlokal.

Der Großraum Amberg-Sulzbach hat auch den Beinamen "Ruhrgebiet des Mittelalters". Das liegt an seinen reichen Erzvorkommen. Es hat die Region geprägt und überall seine Spuren hinterlassen. Die Bayerische Eisenstraße erinnert noch heute diese wirtschaftliche Blütezeit. Sie verläuft von Pegnitz im Norden nach Regensburg im Süden. Entlang der Vils, die jahrhundertelang als Transportweg für das Erz diente, reihen sich Hammerschlösser und Hammerwerke wie Perlen an einer Schnur. Das bekannteste ist wohl das Schloss Theuern, das heute das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern beheimatet. Bergbau live kann man im "Land der weißen Erde" bei Hirschau erleben.

 

Der US-Schauspieler Nicolas Cage war einmal stolzer Besitzer eines Schlosses im Landkreis Amberg-Sulzbach. 2006 erwirbt der Hollywoodstar das Anwesen Neidstein bei Etzelwang - für zwei Millionen Euro. Eingezogen ist er jedoch nie. Drei Jahre später hat er sein Märchenschloss dann wieder verkauft. Übrigens: Im Landkreis stehen ingesamt über 60 Burgen, Burgruinen und Schlösser. Sie erzählen von den Zeiten einer ehemals sehr wehrhaften Grenzregion. Wichtige Handelsstraßen wie die Goldene Straße von Nürnberg nach Prag oder Teile der Bernsteinstraße als Nord-Südverbindung verliefen durch den Landkreis.

Der größte Siksandberg Europas liegt im Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Monte Kaolino bei Hirschau mit einer Abfahrtslänge von 220 Metern zählt zu den sechs besten Sandboarding-Pisten der Welt. In mehr als 100 Jahren haben hier die Amberger Kaolinwerke mehr als 33 Millionen Tonnen feinsten Quarzsand aufgehäuft. Das entspricht übrigens 2.852.830.000.000.000.000 Sandkörner. 

Das kleinste Hopfenanbaugebiet der Welt findet sich ebenfalls hier in der Region - nämlich bei Illschwang. Hier gibt es sogar ein Hopfenmuseum. Der Gartenbauverein hat hier einen Miniaturhopfengarten mit 100 Pflanzen angelegt. Er soll an die Tradition des Hopfenanbaus in der Region erinnern, die kurz vor dem 2. Weltkrieg endete. Bierliebhaber erwarten im Amberger-Sulzbacher Land weit über 100 verschiedene Sorten. Die Zutaten stammen aus der Region. Die Biere aus den regionalen Brauereien kannst Du am besten in einem der zahlreichen Biergärten verkosten.

Bei Mumien denkt man zuerst an Ägypten, aber auch in der Klosterburg in Kastl kann man ein ganz besonderes Exemplar bewundern. Seit Jahrhunderten ruht hoch über dem Lauterachtal die mumifizierte Leiche der Königstochter Anna. Sie war die Tochter von König Ludwig dem Bayern und starb 1319 in Kastl. Die Benediktinermönche haben den kleinen Körper damals einbalsamiert, sodass er noch bis heute gut erhalten ist.


Das Feldermaushaus in Hohenburg ist die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennase in ganz Deutschland. Es sind die letzten ihrer Art. Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1992 im Lauterachtal wird die Kolonie streng geschützt, damit die hoch bedrohten Fledermäuse eine Chance haben, zu überleben. Mit Erfolg: Inzwischen ist die Oberpfälzer Fledermausfamilie auf knapp 200 Mitglieder angewachsen. 

Im Jahr 2000 wurde im Wahrzeichen der Stadt Vilseck, dem Vogelturm, das Erste Deutsche Türmermuseum eingerichtet. Auf drei Stockwerken werden Alltagsleben und Kultur insbesondere der Oberpfälzer Türmer präsentiert.

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