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OTH Regensburg intensiviert die Quantenforschung

Campus OTH RegensburgAn der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg wird eine neue Professur für Algorithmik und Quantencomputing-Anwendungen eingerichtet. Foto: Mitch Rue

Der Freistaat Bayern fördert die neue Professur für Algorithmik und Quantencomputing-Anwendungen mit rund einer Million Euro. Die OTH Regensburg spielt damit in einer Liga mit den Universitäten in München, Augsburg, Würzburg und Erlangen-Nürnberg sowie der Technischen Hochschule Nürnberg.

Das Munich Quantum Valley reicht jetzt bis in die Oberpfalz: Rund 20 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern für die Förderung von Quantenwissenschaften und Quantentechnologien an bayerischen Hochschulen zur Verfügung. Eine der neuen Professuren wird an der OTH Regensburg eingerichtet. Vorausgegangen war das positive Votum einer international besetzten Expertenkommission, die in einem Auswahlverfahren alle eingegangenen Bewerbungen unter die Lupe genommen hatte. „Da ist uns mit unserem Antrag ein wirklich großer Wurf gelungen“, sagt Präsident Prof. Dr. Ralph Schneider.

In den kommenden fünf Jahren fließen rund eine Million Euro aus dem Programm zur Stärkung von Quantenprofessuren im Rahmen der Hightech Agenda des Freistaats an die OTH Regensburg. „Das ist der Lohn für unsere langjährige Arbeit in Forschung und Lehre im Bereich der Quantenwissenschaften“, sagt Präsident Schneider. Die OTH Regensburg spielt damit in einer Liga mit den Universitäten in München, Augsburg, Würzburg und Erlangen-Nürnberg sowie der Technischen Hochschule Nürnberg.

„Wir sind hier tatsächlich bestens aufgestellt“, sagt Prof. Dr. Christoph Skornia, Dekan der Fakultät Informatik und Mathematik. Schon heute bestehen zum Thema Quantencomputing vielfältige Kompetenzen an der OTH Regensburg. In einer ganzen Reihe von Studiengängen ist die Lehre verschiedener Aspekte der Quantentheorie und deren Anwendung bereits seit mehr als fünf Jahren verankert – und damit deutlich länger als an den meisten bayerischen und deutschen Hochschulen. „Mit der neuen Professur für Algorithmik und Quantencomputing-Anwendungen können wir unser Engagement für dieses absolute Zukunftsthema signifikant weiterentwickeln“, so Skornia.

Quantencomputing ist das "nächste große Ding"

In der Forschung beschäftigt sich Prof. Dr. Wolfgang Mauerer, Vorsitzender Direktor des Regensburg Center for Artificial Intelligence (RCAI), bereits seit beinahe 20 Jahren mit Quantenkommunikation, Zufallsgenerierung und -destillation sowie mit verschiedenen Fragen der Quanteninformatik. Er leitet als Konsortialführer das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte TAQO-PAM-Projekt (Gesamtvolumen: 8,2 Millionen Euro), das darauf abzielt, maßgeschneiderte Quantenansätze zu entwickeln, um Herausforderungen in der industriellen Planung und Fertigung zu bewältigen.

Mauerer kennt natürlich die Diskussion über das Quantencomputing als das „nächste große Ding“, lässt aber keinen Zweifel daran, dass bis zur tatsächlichen Einsatzreife noch jahrelange Forschungsarbeit vor den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern liegt. Dennoch sei es wichtig, die aktuelle Ingenieursgeneration frühzeitig an die neuen Techniken heranzuführen, „da sich die Denkmuster radikal von bisherigen Programmieransätzen unterscheiden“. Vor diesem Hintergrund sei es „wirklich etwas ganz, ganz Besonderes, dass wir als Hochschule für angewandte Wissenschaften in Regensburg mit unserem Fokus auf die unternehmerische Praxis Teil der bayerischen Innovationsoffensive sind“.

„Mit der neuen Professur werden wir jungen Menschen ein höchst attraktives neues Studienangebot in diesem wichtigen Zukunftsthema anbieten können.“Prof. Dr. Ralph Schneider | OTH-Präsident

Laut Wissenschaftsminister Markus Blume ist Bayern mit dem Munich Quantum Valley schon jetzt ein international anerkannter Top-Standort für Quantentechnologien. „Diesen Vorsprung wollen wir weiter ausbauen und bringen deshalb mit der Förderung ausgewählter Quantenprofessuren gezielt weiteres Know-how in die Fläche“, erklärte Blume anlässlich der Bekanntgabe der Förderung.

„Mit der neuen Professur werden wir jungen Menschen ein höchst attraktives neues Studienangebot in diesem wichtigen Zukunftsthema anbieten können“, ist Präsident Schneider überzeugt.

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