Wirtschaft in Ostbayern bleibt stark

Den Unternehmen in Ostbayern geht es unverändert gut. Trotzdem machen sich im neuen Konjunkturbericht der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim die Unsicherheiten in der Außenwirtschaft bemerkbar.

Der Hauptsitz der Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH in Rötz. Foto: Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH

Ostbayerns Wirtschaft bleibt auf einem guten Niveau. Das bestätigen 77 Prozent der Betriebe in der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, die ihre Lage als „gut“ bewerten. Auch die Industrie in der Region hält ihr Rekordhoch. Die Unternehmen investieren, wie zum Beispiel die Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH aus Rötz, die einen Ausbau des Betriebs plant. Trotz der guten Wirtschaftslage werden Investitionen bei 16 Prozent der regionalen Unternehmen durch fehlende Erweiterungs- und Gewerbeflächen ausgebremst.

Risikofaktor Außenwirtschaft

Unsicherheit schafft außerdem die außenwirtschaftliche Lage. „Ein Wermutstropfen sind Embargos und aufwendige Zollprüfungen – Geschäfte mit den USA sind seit der Ära Trump rückläufig“, sagt Thomas C. Meyer, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH. Der wichtigste Exportmarkt sei aktuell China. Die Exportwirtschaft bleibt vorsichtig und geht von keinen weiteren Steigerungen aus. Jedes dritte Unternehmen sieht in den Protektionismus-Tendenzen und der Instabilität einiger EU-Länder Risiken für die künftige Entwicklung. Den Brexit bewerten 19 Prozent der befragten Unternehmen als negativen Faktor – zum Jahresbeginn waren es noch 27 Prozent. Außerdem belasten gestiegene Rohstoffpreise und neue gesetzliche Regelungen wie die Datenschutzgrundverordnung, die Umsetzung der Kassenrichtlinie oder das anstehende Verpackungsgesetz zunehmend die Unternehmensabläufe. 63 Prozent der befragten Unternehmen erwarten trotzdem einen positiven Konjunkturverlauf.

Einzelhandel und Tourismus sind optimistisch

44 Prozent der Tourismusbetriebe starten positiver als im Winter in die Saison. Das gilt auch für den Einzelhandel. „In der Modebranche spüren wir den Wandel im Einzelhandel besonders. Trotzdem blicken wir als Familienunternehmen mit 125-jähriger Tradition sehr positiv in die Zukunft. Unser Modehaus ist eine regionale Marke“, sagt Wolfgang Holzapfel von der Holzapfel GmbH in Abensberg. „Die Kunden schätzen die ehrliche Beratung durch unser engagiertes Personal.“ Ein begrenzender Faktor für alle Branchen ist nach wie vor die Suche nach qualifizierten Fachkräften.

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