Vom Teich bis zum Teller - Nachhaltige Karpfenzucht in Tirschenreuth

Die Karpfenzucht und -verarbeitung ist im Landkreis Tirschenreuth besonders nachhaltig. Davon hat sich auch Slow Food Deutschland überzeugen können.

Die Karpfenzucht im Land der 1000 Teiche ist besonders nachhaltig. Foto: Bewegter Blick

Slow Food - das steht für gesundes, bewusstes, nachhaltiges und regionales Essen. Um diese Ziele zu fördern, hat sich vor mehr als 30 Jahren in Italien ein Verband gegründet. Mittlerweile gibt es auch den deutschen Ableger Slow Food Deutschland. Dieser hat sich vor kurzem im Landkreis Tirschenreuth über die Karpfenzucht informiert. Dabei wurde der Weg eines Karpfens vom Teich bis zum Teller genau verfolgt.

Teilnehmer aus ganz Deutschland konnten an einer Teichführung mit anschließender Diskussion teilnehmen. Besonders, weil die meisten anderen Fischarten in Deutschland kaum nachhaltig sind, war Dr. Rupert Ebner, Vorstandsmitglied von Slow Food Deutschland, von der Aufzucht im "Land der 1000 Teiche" begeistert: „Ich bin tief beeindruckt von der Teichführung und der Art, wie hier Karpfen produziert wird. Ich habe selten erlebt, dass ein Lebensmittel so naturnah erzeugt wird." Denn in den Teichen werden nur sehr wenige Tiere gehalten, was zu guten Bedingungen für die Fische führt. Viele Betriebe liefern ihre Ware noch dazu nur in die umliegende Region aus und setzen dafür lieber auf kurze Wege und Umweltverträglichkeit.

Aber auch negative Entwicklungen wurden angesprochen. In der Bevölkerung wird der Karpfen zu wenig wertgeschätzt, das drückt massiv auf die Preise. Für die Teichwirte wird es so schwer ein angemessenes Einkommen zu erwirschaften. 

Hier kannst Du mehr über die Karpfenzucht im Landkreis Tirschenreuth erfahren.

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