Stay Strong Oberpfalz: Diese Initiativen helfen uns durch die Corona-Krise

Die Corona-Pandemie verändert unseren Alltag: Wir verzichten auf direkte soziale Kontakte und wer kann, bleibt zu Hause – denn nun gilt es Leben zu schützen. In dieser Zeit ist Solidarität und Menschlichkeit wichtiger denn je. Die Oberpfalz lebt diese Werte: Gastronomen bieten einen kostenlosen Mittagstisch, Theatersäle werden zur Mundschutzmanufaktur, Pfarreien beten gemeinsam online und Hauseigentümer reduzieren Mieten.

In Zeiten von Corna zeigen die Menschen in der Oberpfalz wie es geht: Mit Solidarität, Menschlichkeit und Nächstenliebe können wir diese Krise überstehen. Foto: Oberpfalz Marketing

"Wenn die Bayern körperlich auf Distanz gehen, rücken wir emotional zusammen", sagte Ministerpräsident Markus Söder bei einer Regierungserklärung zum Thema Corona. Damit appelierte er an die Solidarität und das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Denn nun gilt es, die Infektionsrate des Virus zu verlangsamen (#flattenthecurve), um das Gesundheitssystem zu entlasten und Menschenleben zu retten.

Dafür müssen wir für einen gewissen Zeitraum auf ein Leben in der Öffentlichkeit verzichten und soziale Kontakte meiden – wer kann, bleibt zu Hause und lässt die Finger von Hamsterkäufen. Die Auswirkungen dieser nötigen Maßnahmen drängen in jeden Bereich des Lebens und stellen uns vor bislang unbekannte Probleme: Wer geht für Risikogruppen einkaufen? Wie halte ich meine Kinder während der Quarantäne bei Laune? Wie bezahle ich trotz Auftragsflaute die Miete? Wer stellt sicher, dass die Lebensmittelversorgung der Tafeln gesichert ist?

Diese Herausforderungen lassen sich am besten mit Solidarität, Menschlichkeit und Kreativität anpacken. Menschen in der Oberpfalz zeigen, wie wir mit schnellen Maßnahmen und ein bisschen Nächstenliebe gemeinsam die Corona-Krise überstehen können:

  • Coronahilfe für Firmen: Hier gibt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Amberg einen Überblick über bisher bekannte Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus sowie die wichtigsten Informationen für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit Corona. Weitere Infos >
  • 1000 Stimmen für Helfer*innen in der Corona-Krise: Die Domspatzen haben eine Mitsing-Aktion für Helfer*innen in der Corona-Krise gestartet. Unter dem Motto "1.000 Stimmen für die Helfer" ist jeder aufgerufen, das Lied "Kommt ein Vogel geflogen" auf Video aufzunehmen und bis zum 6. April an die Domspatzen zu senden. Aus den eingegangenen Videos soll ein Gesamtkunstwerk für alle die entstehen, die sich in der Corona-Krise um alte, einsame und kranke Menschen kümmern. Weitere Infos, Liedtext und Playback findest Du hier >

  • Chamer Kunst im Netz: Da auch im KUNSTbeTRIEB der Unterricht ausfallen muss, stellt die Kunstschule in Cham nun die Hausarbeiten ihrer Schüler*innen online aus. So ensteht eine stetig wachsende digitale Galerie zum Durchklicken. Weitere Infos > 

  • Neumarkter Solidarität: Die Stadt Neumarkt hat die Plattform „Neumarkter Solidarnetzwerk in der Corona-Krise“ online gestellt. Dort werden Hilfsangebote gebündelt dargestellt und Kontaktdaten vermittelt. Weitere Infos >

  • Gartentelefon im Landkreis Regensburg: Das Grüne Team im Landratsamt Regensburg bietet ab sofort ein Gartentelefon an. Dort geben die Kreisfachberater nützliche Tipps und Tricks für das Gärtnern daheim. Die Kreisfachberatung ist erreichbar unter 0941 4009 -361 oder -362 oder -619. Die Telefone sind von Montag bis Donnerstag durchgehend von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 12.00 Uhr besetzt. Weitere Infos >

  • Kostenloser Mittagstisch in Regensburg: Im Marple and Stringer (Bismarckplatz 4) bietet die Initiative "Gastfreundschaft hilft Regensburg" ab dem 2. April immer donnerstags, freitags und samstags zwischen 12 und 14 Uhr ein warmes Mittagsgericht kostenfrei zur Abholung an. Das Angebot stehe allen zur Verfügung, heißt es auf der Facebook-Seite, denn bedürftig seien in der Krise viele geworden. Wer mag und kann, spendet etwas, mögliche Überschüsse werden am Ende der Aktion an die Tafel übergeben. Wer sich ein Mittagessen holt, bringt bitte ein ToGo-Gefäß mit – die Abgabe erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der Abstandsregeln. Weitere Infos >

  • Stadttheater wird zur Mundschutzmanufaktur: In der Kostümwerkstätte des Regensburger Stadttheaters werden im Akkord Mund-und-Nasen-Schutz-Masken genäht.  Weitere Infos>

  • Brennereien beliefern Apotheken: Weil Desinfektionsmittel knapp ist, sind nun die Schnapsbrennereien gefragt. Sie beliefern seit kurzem Apotheken und Kliniken in der Region literweise mit Neutralalkohol. Involviert ist auch die Steinwald-Brennerei Schraml aus Erbendorf. Weitere Infos >

  • Das Online-Gebet: Wem der sonntägliche Kirchgang und die christliche Gemeinschaft fehlen, dem soll das Online-Familiengebet der Wortmacherei helfen. Immer sonntags ab 9:30 Uhr bieten die Mitglieder der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Kemnath ein Gebet zum Mitmachen an. Und zwar hier >

  • Amberg Hilft: Unternehmen werden zum Filmstar: Viele Unternehmen treffen die Auswirkungen der Corona-Krise sehr hart. Zusammen mit der Initiative Amberg Hilft und Oberpfalz TV veröffentlicht Life:Am:berg für die nächste Zeit jeden Mittwoch und Freitag ein Video, in dem sie die Geschichte eines Unternehmens erzählen und zeigen, wie man dieses unterstützen kann. Weitere Infos >

  • Friseurin sammelt Schutzhandschuhe: In normalen Zeiten tragen Hairstylist*innen beim Haarefärben Handschuhe, um Chemikalien von ihrer Haut fern zu halten. In Zeiten von Corona sollen diese nun medizinisches Personal schützen: Die Amberger Friseurmeisterin Susanne Schaller bittet per Facebook-Post Kolleginnen und Kollegen, ihre Schutzhandschuhe (Vinyl, Nitril) zu spenden.Bei Susanne Schaller abgeben, sie leitet das Material an das Klinikum St. Marien in Amberg weiter. Weitere Infos >

  • Dirndl statt Schutzmaske: In Zeiten der Coronakrise sattelt das Trachtenhaus Rose-Dirndl in Dietersdorf um: Anstatt Bekleidung lässt Geschäftsinhaber Michael Ebneth nun Schutzmasken herstellen. Weitere Infos >

  • Malen gegen die Isolation: Mit Farb- und Pinselstrich will die Malterserjugend Regensburg älteren Menschen die Isolation erträglicher gestalten. Daher sammelt die Organisation selbstgemalte Bilder von Kindernund Jugendlichen. Diese Kunstwerke verteilen sie dann an Seniorenheime in der Stadt.  Ihr wollt mitmachen? Dann werdet kreativ und sendet euer Gemälde anschließend an die Malteser Jugend Regensburg , Alisa Schindler, Am Singrün 1 in 93047 Regensburg. Weitere Infos >

  • Vermieter mit Herz: Stefan Reuther besitzt ein Wohn- und Geschäftshaus in der Amberger Innenstadt. Als Zeichen der Solidarität halbiert er während der Corona-Krise die Miete. Laut Facebook-Post folgten weitere Amberger Vermieter seinem Beispiel. Weitere Infos >

  • Virtuell ausgehen mit Gutscheinen: Die Berliner kaufen virtuelle Biere oder Eintrittskarten in ihren Lieblingsläden, die sie nach der Corona-Krise einlösen können – so wollen sie ihre Kneipen und Clubs unterstützen, und sie vor dem existenziellen Kollaps bewahren. Diese Idee greift nun die in Amberg gegründete Facebook-Gruppe "Virtuell ausgehen mit Gutscheinen" auf und bringt all jene zusammen, die wegen der Pandemie ihre Gastro-Betriebe, Kinos oder Freizeiteinrichtungen schließen mussten mit Menschen, die schon jetzt Gutscheine für die Zeit danach kaufen wollen. Weitere Infos >

  • Amberg liefert: In dieser außergewöhnlichen Zeit bieten viele Amberger Restaurants, Cafes und Läden einen Lieferservice an. Diese Gruppe sammelt Angebiote und dient als Vermittler-Plattform. So will der Gruppengründer die Amberger Wirtschaft unterstützen. Weitere Infos >

  • Bürger-Hotline in Regensburg: Hilfsangebote und -nachfragen sollen über diese selbstorganisierte Bürger-Notfall-Hotline koordiniert und zusammengebracht werden. Was als spontaner Einfall auf Facebook begann ist jetzt ein solidarisches Nachbarschaftsprojekt. Weitere Infos >

  • Geschenke aus Regensburg: Normalerweise dient Geschenke aus Regensburg als Austauschplattform für Geschenkesuchende und Geschenkeanbieter. In Zeiten von Corona haben die Studierenden des Praxisprojekts die Plattform zu einer Lieferdienst-Übersicht für den Einzelhandel umgearbeitet. Auf der Website findest Du eine Auflistung der Regensburger Geschäfte, die zwar wegen der Corona-Krise ihre Verkaufsräume schließen mussten, aber nun ihre Waren liefern. Perfekt für ein Last-Minute-Geburtstagsgeschenk. Weitere Infos >

  • Regensburger Stadtpass-Brötchen: Wer einen Stadtpass besitzt, zahlt beim Dorfbackhaus Großprüfening in der Filiale an der Maximilianstraße dauerhaft 50 Prozent weniger auf seinen Einkauf. Weitere Infos >

  • Engagiert in Amberg: Die Freiwilligenagentur der Stadt Amberg arbeitet gemeinsam mit der Amberger Zeitung an einer Corona-Hilfe für Risikogruppen. Das Team erfasst den Bedarf der  hilfsbedürftigen Personen und vermittelt diesen weiter an freiwillige Helferinnen und Helfer. Weitere Infos >

  • Aktion „Zusammenhalt“: Egal, ob man jemanden für Besorgungen, Apotheken-Fahrten, die Haustierversorgung oder einfach nur zum Telefonieren braucht – die MZ will Menschen mit dieser Aktion zusammenbringen.  Weitere Infos>

  • Bücher-Lieferdienst: Auch wenn die Marktbücherei geschlossen ist, sollen die Flosser mit Lesematerial versorgt werden – und zwar per Lieferdienst. Weitere Infos >

  • Tafel leidet unter Hamsterkäufen: Die irrationalen Hamsterkäufe verantwortungsloser Bürger machen nicht nur normalen Einkaufenden oder Alten und Kranken das Leben schwer, sondern auch Hilfsorganisationen – wie etwa den Tafeln. Deswegen haben schon jetzt Privatpersonen wie Michael Buschheuer, Gründer von Sea-Eye und Space-Eye, diesen überlebensnotwendigen Hilfsorganisationen gespendet. Auch Unternehmen unterstützen die Tafeln in der Oberpfalz: Die Schlossbrauerei Eichhofen etwa spendet pro verkauften Kasten einen festen Betrag an die Tafel.

  • Flaschencontainer statt Espressomaschine: Die Cafébar Colomba in Amberg nutzt nach der Schließung des Lokals die neu gewonnene Zeit für den guten Zweck: Das Team bietet Hilfe beim Einkaufen, beim Entsorgen von Flaschen oder ähnlichem an. Weitere Infos >

  • Gegen Corona-Langeweile: Tipps für Kids: Fünf Wochen mit den Kindern zu Hause kann lang werden. Da ist guter Rat gefragt. In dieser Facebook-Gruppe tauschen sich Eltern und Erziehungsberechtigte aus, geben sich Tipps für tolle Spiele, kindgerechte Experimente und leckere Rezepte. Weitere Infos >

  • Nachbarschaft Oberpfalz: In fast jedem Ort der Oberpfalz, so klein er auch sein mag, scheint es mittlerweile Nachbarschaftshilfen zu geben. Über soziale Netzwerke bieten Personen schnell, spontan und unkompliziert ihre Hilfe an. Für Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne gehen sie einkaufen oder mit dem Hund spazieren. Andere Corona-Hilfe-Initiativen wie Coronahilfe-Weiden oder auch Corona Hilfsnetzwerk Cham unterstützen ebenfalls Bürger an allen Orten.