Schmidmühlener Fischzug im Amberg-Sulzbacher Land

In Schmidmühlen wird der Fasching am Aschermittwoch auf eine ganz besondere Art und Weise zu Grabe getragen. Die Tradition findet inzwischen viele Nachahmer.

Der traditionelle Fischzug am Aschermittwoch in Schmidmühlen. Foto: Paul Böhm

Belege für den Schmidmühlener Fischzug, einen Aschermittwochsbrauch aus dem Amberg-Sulzbacher Land, reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bei dem mehrstündigen Zeremoniell wird der Fasching "beerdigt" und so tragen alle Teilnehmer schwarze Anzüge und Zylinder. Auf ihrem Trauermarsch durch Schmidmühlen kehren die Männer in die Dorfwirtshäuser ein, wo sie Fisch, Schwarzbrot und reichlich Freibier bereits erwarten. Höhepunkt der Traditionsveranstaltung ist das mitternächtliche Geldbeuteleingraben, laute Klagen über den desolaten Zustand der finanziellen Lage gehören selbstverständlich dazu.