Ostbayerns Produkte weltweit beliebt

Ostbayerns Wirtschaft kann sich das dritte Jahr in Folge über steigende Exportumsätze freuen. Die USA und China bleiben trotz aller Handelsstreitigkeiten die wichtigsten Absatzmärkte.

Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses Rainulf Diepold, Geschäftsführer der deutschen Auslandshandelskammer in Peking Mike Hofmann, USA-Personalexperte Ernst Dieterle und IHK-Außenhandelsexperte Dr. Alfred Brunnbauer (v.l.) diskutierten über die Exportgeschäfte ostbayerischer Unternehmen in Zeiten von Handelsstreitigkeiten. Foto: IHK Regensburg

Die Exportumsätze im Bezirk der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim wachsen das dritte Jahr in Folge. Trotz aktueller Unsicherheiten bei der Entwicklung des Welthandels sind die USA und China momentan die wichtigsten Absatzmärkte. Den Grund für den anhaltenden Erfolg im Auslandsgeschäft sieht Rainulf Diepold, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, in der „ausgezeichneten Produktqualität und Flexibilität der Unternehmen“.

„An den US-Kunden dran bleiben“

Knapp 60 Prozent der im IHK-Bezirk hergestellten Produkte exportieren die Firmen ins Ausland. Die USA sind dabei der bedeutendste bayerische und auch ostbayerische Handelspartner. Im IHK-Bezirk betreiben 311 Unternehmen ein intensives Geschäft mit den USA. Wegen der aktuellen Handelsstreitigkeiten machen sich die Exporteure aber Sorgen. Es seien Verhandlungen zwischen der EU und den USA notwendig, um die Zollsätze sinnvoll anzupassen, sagt IHK-Außenhandelsexperte Dr. Alfred Brunnbauer. Ernst Dieterle, USA-Personalexperte, rät den Unternehmen: „Jetzt unbedingt an den US-Kunden dran bleiben. Sie schätzen die deutsche Qualität und den guten Service.“ In Kalifornien finde derzeit ein Investitionsboom in Branchen statt, die sich mit neuen Mobilitätsformen und Digitalisierung befassen. „Bayern kann hier Top-Technologie liefern“, sagt Dieterle.

Chancen und Herausforderungen in China

Mike Hofmann, Geschäftsführer der deutschen Auslandshandelskammer in Peking, lenkte den Blick auf China: „Das Land hat sich von der Wachstumsdelle schnell erholt und erreichte in 2017 wieder sieben Prozent Wirtschaftswachstum.“ China sei nun vor allem an Technologiekooperationen im Rahmen seines Strategieplans „China 2025“ interessiert. Aktuell sind rund 300 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk regelmäßig in China aktiv. Die ostbayerischen Firmen sehen gute Chancen, aber auch neue Herausforderungen. So sei das Internet durch staatliche Kontrollen sehr langsam, Vertriebspersonal schwierig zu finden und die Lohnkosten würden schnell steigen.

 

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