Landestheater Oberpfalz: Der Spielplan für 2020

Vorhang auf! Der neue Spielplan des Landestheaters Oberpfalz steht und auch in dieser Saison darfst Du Dich wieder auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Mal dramatisch, mal urkomisch – aber immer einen Besuch wert.

Das spektakuläre musikalische Drama von Peter Shaffer über das Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart. Foto: Landestheater Oberpfalz

Acht neue Stücke pro Jahr und ein Gesamtrepertoire von 150 Darbietungen - das Ensemble des Landestheaters Oberpfalz inszeniert mittlerweile seit fast zehn Jahren erfolgreich Bühnenaufführungen in der Region und begeistert damit immer wieder ein großes Publikum. Mit alten Bekannten und neuen Inszenierungen gastiert die Schauspieltruppe auch in dieser Spielzeit wieder vorrangig bei den Burgfestspielen Leuchtenberg, in der Stadthalle Vohenstrauß, im Schloss Friedrichsburg und in der Regionalbibliothek Weiden. Hinzu kommen weitere, unregelmäßig besuchte Spielstätten wie das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, das Schloss Burgtreswitz oder die Burg Waldeck.

In der kommenden Spielzeit, die bis August 2020 läuft, präsentiert die Schauspieltruppe fünf neue Theateraufführungen sowie sechs Wiederaufnahmen. Wir stellen Dir Neu und Alt vor!

Willkommen bei den Hartmanns (Premiere 13. Feburar 2020)

Regionalbibliothek Weiden
Eintritt: 17,50 bis 21,50 Euro
Nach dem Film von Simon Verhoeven, Bühnenfassung von John von Düffel | Regie: Till Rickelt

Die Hartmanns sind eine ganz normale deutsche Familie: Angelika, ehemalige Lehrerin; ihr Mann Richard, Chefarzt; Tochter Sofie, Psychologiestudentin; Sohn Philipp, erfolgreicher Wirtschaftsanwalt. In einer Containerunterkunft gibt Angelika gebrauchte Kleidung ab und beschließt kurzerhand, einen Flüchtling aufzunehmen. In der Familie wird dieser Entschluss kontrovers diskutiert. Doch Angelika lässt keine Widerworte gelten. Schließlich entscheiden sich Richard und Angelika für den alleinstehenden Nigerianer Diallo. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich das Leben der ganz normalen Familie Hartmann rigoros auf den Kopf. Erleben Sie den Film, der 2016 knapp 4 Millionen Zuschauer ins Kino lockte, beim LTO in einer rasanten und tiefgründigen Bühnenfassung. Eine kritische Bestandsaufnahme voller Humor und Mitgefühl.

Mehr Infos hier>

Schikaneder – Sommer der Gaukler (Premiere 22. Mai 2020)

verschiedene Spielorte
Eintritt: 19 bis 23 Euro
Dramatische Komödie von Robert Hültner | Regie: Till Rickelt

Sommer 1780: Von nichts weniger als dem ganz großen "Weltentheater" träumt der Prinzipal und Schauspieler, Autor und Regisseur Emanuel Schikaneder. Was das genau sein soll, das weiß er selbst nicht so recht. Aber eins weiß er ganz genau: er braucht Wolfgang Amadeus Mozarts Unterstützung. Und so zieht er mit seiner Theatercompagnie nach Salzburg. Die Truppe strandet – geplagt von Geldmangel, fehlenden Genehmigungen und ohne künstlerische Inspiration – von Salzburg abgewiesen in einem abgelegenen Bergdorf. Dort geraten sie in die Auseinandersetzung zwischen einem Bergwerksbesitzer und Bergleuten – die perfekte Basis für Schikaneders neues Drama. Langsam wird die bergdörfliche Alltagsstimmung vom Theaterfieber ergriffen. Eine rasante Komödie mit pointenreichen Dialogen und überraschenden Wendungen.

Mehr Infos hier>

Ronja Räubertochter (Premiere 30. Mai 2020)

verschiedene Spielorte
Eintritt: Kinder 8-10 Euro / Erwachsene 11,50 bis 14,50 EUR / Schulen 6,50 Euro / Familientickets (2 Erw, 2 Kinder) 35 bis 44 Euro
Familienstück nach dem Kinderbuch von Astrid Lindgren

In jener Gewitternacht, als die Mattisburg in zwei Hälften zersprang, wurde Ronja geboren - die Tochter von Lovis und Mattis, dem Räuberhauptmann. Jahre später weiht Mattis Ronja liebevoll in die Gefahren des Waldes ein. Endlich darf sie alleine losziehen. Neugierig stürzt sie sich in diese neue Welt und hütet sich vor den Gefahren: dem reißenden Fluss, den gefährlichen Wilddruden und den garstigen Rumpelwichten. Als sie gerade damit beginnen will, sich vor dem Abgrund des Höllenschlundes zu hüten, steht auf der anderen Seite, Birk - der Sohn von Mattis Erzrivalen Borka. Mit dieser Begegnung beginnt eine Zerreißprobe für Ronja, Birk und ihre Eltern, gegen die der Sprung über den Höllenschlund fast ein Kinderspiel ist... Mit "Ronja Räubertochter" bewies Astrid Lindgren 1981 noch einmal ihre einmalige Erzählkunst: Eine ebenso abenteuerliche wie humorvolle Geschichte, die so wild und weise ist wie das Leben selbst.

Mehr Infos hier>

Schweinchen Babe (Premiere 14. Juni 2020)

Burg Leuchtenberg
Eintritt: Kinder 8-10 Euro / Erwachsene 11,50 bis 14,50 EUR / Schulen 6,50 Euro / Familientickets (2 Erw, 2 Kinder) 35 bis 44 Euro
Familienstück von David Wood | Deutsch von Angela Kingsford Röhl | Regie: Barbara Trottmann, Henriette Heine

Das Schweinchen Babe landet als Jahrmarkts-Hauptgewinn auf der Schaffarm der Hoggets und wird von der Hütehündin Fly liebevoll unter ihre Fittiche genommen. Das quirlige Waisen-Ferkel, das eigentlich als Weihnachtsbraten der Hoggets enden soll, macht schnell Karriere: es lernt Schäferschwein! Babe erlebt so manches Abenteuer auf dem Hof und als Farmer Hogget spürt, dass Babe etwas Besonderes ist, meldet er es bei der nationalen Hunde-Meisterschaft an. Alle halten ihn für verrückt, doch schon versetzen der Schäfer und sein Hüteschwein die Welt in atemloses Staunen.

Mehr Infos hier>

Sturm und Drang (Premiere 19. Juni 2020)

Vohenstrauß, Friedrichsburg
Eintritt: 17,50 bis 21,50 Euro
Szenische Revolution nach Motiven von Schiller und Goethe

Natur, Leidenschaft, Jugend und Helden. Mit dem Sturm und Drang, jener literarischen Strömung zur Zeit der Aufklärung zwischen 1765 und 1785, lassen sich viele Themen verbinden. Doch was haben uns die Texte von damals heute noch zu sagen, in Zeiten von Greta Thunberg und YouTuber Rezo? Welche Bedeutung hat die Liebe zur Natur während der Klimakrise? Wofür kämpft die Jugend heute? Braucht es mehr Emotionen in politischen Debatten? Wo sind die wahren Helden? Und vor allem: Was hält die Welt noch im Innersten zusammen? Gemeinsam mit dem jugendlichen Ensemble gehen wir auf Spurensuche. Texte von Goethe und Schiller werden auf ihre Gegenwartstauglichkeit abgeklopft. Was ist, was war und was wird sein?

Mehr Infos hier>

Die Kellnerin Anni (letze Vorführung 26. Januar 2020)

Regionalbibliothek Weiden
Eintritt: 17,50 bis 21,50 Euro
Solo-Szenen für eine Dame von Herbert Rosendorfer | Regie: Till Rickelt

Annis Ehe ist gescheitert, "ihr Geschiedener" schon bald nach der Heirat fremdgegangen. Sie lebt jetzt als "Singel" und schlägt sich als Kellnerin durch. Ihren vitalen Optimismus verliert sie selbst dann nicht, als sich ein erotisches Abenteuer nach dem anderen als herbe Enttäuschung für die lebenshungrige Frau entpuppt. Erfrischend, grantig, witzig und abstrus philosophiert Anni über Gott, die Liebe und die Welt und vertraut dem Publikum während ihrer Zigarettenpausen ihr Leben an.

Mehr Infos hier>

 

Die Weiße Rose (Wiederaufnahme)

Vohenstrauß, Friedrichsburg
Eintritt: 17,50 bis 21,50 Euro

1940 lernt Hans Scholl an der Universität in München Alexander Schmorell kennen. Aus der Freundschaft und der kritischen Einstellung zum herrschenden Regime erwächst der zunächst passive, dann aktive Widerstand gegen den Nationalsozialismus unter dem Namen "Die Weiße Rose". Mit der Zeit schließen sich weitere Freunde an. Was mit einem getippten Flugblatt beginnt, wird zu einer gedanklichen Macht, die versucht, den Nationalsozialismus zu stürzen. Das Schauspiel spürt den Menschen hinter den zu Symbolfiguren gewordenen Mitgliedern der "Weißen Rose" nach. Menschen mit Stärken und Schwächen, Ängsten und Hoffnungen, die gemeinsam die Kraft fanden, einem unmenschlichen System entgegenzutreten.

Mehr Infos hier>

Im Weißen Rössl (Wiederaufnahme)

Burg Leuchtenberg
Eintritt: 25 bis 29 Euro
Singspiel mit Live-Musik in drei Akten von Ralph Benatzky | Regie: Nicole Schymiczek, Anja Noel | Musikalische Leitung: Thomas Basy

Pünktlich zum Saisonbeginn geht es im "Weißen Rössl" am Wolfgangsee drunter und drüber: Der Oberkellner Leopold ist unsterblich in seine Chefin Josepha verliebt. Die wiederum hat nur Augen für den galanten Dr. Siedler. Doch der flirtet ungeniert mit der hübschen Tochter eines Berliner Industriellen. Kein Wunder also, dass es bis zum romantischen Happy End zu so manchen Eifersüchteleien kommt. Nach der umjubelten Inszenierung von "Kohlhiesels Töchter" bei den Burgfestspielen 2018 freuen wir uns auf eine weitere hintersinnige und mitreißende Inszenierung von Nicole Schymiczek! Begleitet wird das Ensemble durch die Live-Band des LTO.

Mehr Infos hier>

Resl unser (Wiederaufnahme)

Kloster Fockenfeld Konnersreuth
Eintritt: 17,50 bis 21,50 Euro

1927: Der Theaterimpresario Max Reinhardt möchte sich ein künstlerisches Standbein in Amerika aufbauen. Was wäre da besser als der Stummfilm in Hollywood? Es entsteht der Plan, das Mirakel der »Leidensblume von Konnersreuth« zu verfilmen. Mit Reinhardt als Regisseur, Hugo von Hofmannsthal als Drehbuchautor und Schauspielerin Lillian Gish als Therese Neumann sind die größten Stars der Zeit versammelt. Gish macht sich sogar auf die beschwerliche Fahrt von Hollywood nach Konnersreuth, um der Resl einmal leibhaftig gegenüber zu stehen.

Mehr Infos hier>

Amadeus (Wiederaufnahme)

verschieden Spielorte
Eintritt: 19 Euro
Spektakuläres musikalisches Drama von Peter Shaffer | Regie: Till Rickelt

Antonio Salieri träumt davon, ein großer Komponist zu werden. In seinen Gedanken bietet er Gott einen Pakt an: Wenn dieser ihm seinen Traum erfüllt, will er ihm mit seiner Musik unermüdlich dienen und ein tugendhaftes Leben führen. Gott scheint ihn zu erhören: in Wien steigt Salieri zum allseits geachteten Hofkomponisten auf. Bis eines Tages ein junges Genie auftaucht, dessen musikalisches Talent das Salieris haushoch überragt. Sein Name: Wolfgang Amadeus Mozart.

Mehr Infos hier>

Kohlhiesels Töchter (Wiederaufnahme)

verschieden Spielorte
Eintritt: 19 Euro
Volksstück von Jörg Doppelreiter und Hanns Kräly | Regie: Nicole Schymiczek

Kohlhiesels Töchter sollen unter die Haube. Doch bevor die schöne Liesl zum Traualtar schreiten darf, muss ihre kratzbürstige Schwester Susi an den Mann gebracht werden. Das ist der letzte Wille der verstorbenen Mutter. Eine Heiratsannonce setzt eine Verwechslungsrochade in Gang, bei der man bald nicht mehr weiß, wer um wen wirbt. Mit Humor und Witz zeigt das an den Bauernschwank von Hanns Kräly und dessen legendäre Verfilmung mit Liselotte Pulver angelehnte Volksstück von Jörg Doppelreiter, wie zwei ungleiche Schwestern sich durch ihre Verehrerwelt schlagen.

Mehr Infos hier>

Alle weiterem Informationen, z. B. zum Vorverkauf, den Spielorten und dem Ensemble erhältst du online auf der Website des Landestheaters Oberpfalz: https://www.landestheater-oberpfalz.de/