Kirwan sollen Kulturerbe werden

Was haben der Further Drachenstich und der Kötztinger Pfingstritt gemeinsam? Sie gehören zur kulturellen Identität unserer Region und stehen im Bayerischen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Nach dem Willen der Amberg-Sulzbacher soll diese Liste um einen weiteren Punkt aus der Oberpfalz erweitert werden – mit Unterstützung der Bevölkerung.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach wird auch "Das Land der 100 Kirwafeste" genannt - jetzt soll diese Tradition in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Foto: Bernd Müller

Die Liste an kultureller Vielfalt in Bayern ist lang. 54 Einträge haben es bislang in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Womöglich wird die Liste schon bald um eine lebendige Tradition aus dem Amberg-Sulzbacher Land erweitert: die Kirwan. In den 27 Landkreisgemeinden werden das ganze Jahr über verteilt mehr als 120 dieser Feste gefeiert – auf der Welt ist das vermutlich einzigartig.

Kirwa-Fragebogen für die Bevölkerung

Mehr als 120 gute Gründe für den Landkreis Amberg-Sulzbach sich für den Titel Immaterielles Kulturerbe der UNESCO zu bewerben. Mithilfe eines Fragebogens sollen nun gemeinsam mit der Bevölkerung möglichst viele Informationen zur Kirwatradition im Landkreis Amberg-Sulzbach zusammengetragen werden. Dieser kann  unter www.amberg-sulzbacher-land.de heruntergeladen oder per Mail an tourist@amberg-sulzbach.de angefordert werden. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2020. Basierend auf den Rückmeldungen wird anschließend die Bewerbung für das Immaterielle Kulturerbe ausgearbeitet.

Tradition im Fokus

Neben dem bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Landesverzeichnis, das aktuell 54 Eintragungen enthält. "Die Aufnahme in das Bayerische Landesverzeichnis ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung des bedeutenden Engagements im Zusammenhang mit der aktiven Pflege und Weitergabe von Traditionen an die kommenden Generationen", betont der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, dessen Ministerium auf Landesebene für die Bewerbungen für das Immaterielle Kulturerbe verantwortlich zeichnet.

Zum Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gehören derzeit unter anderem die Oberpfälzer Zoiglkultur, die bayerische Karpfenteichwirtschaft, das Feldgeschworenenwesen in Bayern, der Kötztinger Pfingstritt oder auch der Further Drachenstich.

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