JUNUT 2018: Ein Ultralauf über Stock und Stein des Jurasteigs

Deutsche und internationale Ultraläufer treffen jährlich beim "Jurasteig Nonstop Ultratrail" zusammen. Vom 6. bis 8. April werden 239 Kilometer in zwei Tagen durch die Landschaft um Dietfurt an der Altmühl und die des Bayerischen Juras zurückgelegt.

Foto: G. Börner

Schon beim Klang der Zahlen "239 Kilometer in maximal 54 Stunden" weiß man: Diese Sportveranstaltung ist nur etwas für Hartgesottene. Der Jurasteig Nonstop Ultratrail 2018, kurz JUNUT, lockt vom 6. bis 8. April wieder viele deutsche und internationale Ultraläufer in das Örtchen Dietfurt an der Altmühl. In der Ultralaufszene, die sich auf langen Distanzen über 100 km zuhause fühlt, hat sich das Event im Landkreis Neumarkt mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Jahreskalender entwickelt. Das zeigt auch die stetig wachsende Zahl derer, die sich um einen der begehrten 125 Startplätze beworben hat. Auch immer mehr Teilnehmer aus der Region wollen beim JUNUT antreten.

Ultratrail gleicht 5,5 Marathonläufen am Stück

Aktuell stehen 132 Gemeldete aus acht Nationen auf der Starterliste. Für sie gilt es Anfang April den kompletten Jurasteig mit einer Länge von 239 Kilometer - das entspricht mehr als 5,5 Marathons am Stück - und einem Höhenunterschied von 7.500 Metern in maximal 54 Stunden zu bewältigen. Dazu muss man wissen: Den Jurasteig läuft man normalerweise in 13 Tagesetappen ab.

"Das sind Männer und Frauen, die allesamt der Hektik und dem Trubel von klassischen Marathon- oder Langstreckenläufen entfliehen wollen und das intensive Erleben in der Natur vorziehen", erklärt der Veranstalter Gerhard Börner. Wie wichtig Motivation und ein eiserner Willesind, zeigt die Zahl der "Finisher" aus dem vergangenen Jahr. Von 115 gestarteten Läufern konnten nur drei Frauen und 28 Männer die volle Distanz bewältigen.

An verschiedenen Versorgungsstellen entlang der Strecke haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich zu stärken, auszuruhen oder sich mittels Shuttle-Service zurück nach Dietfurt bringen zu lassen. Unterstützt wird die Veranstaltung von vielen örtlichen Vereinen, Feuerwehren, Gastronomen und Kommunen.

JUNUT soll familiär bleiben

Auch wenn die Ultralaufszene in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist, wollen die Veranstalter in Zukunft nicht mehr Startplätze anbieten. Mitlaufen darf nur, wer vorher eine persönliche Einladung von Gerhard Börner erhalten hat. "Die bekommen aber nur diejenigen, die über eine entsprechende Erfahrung bei Ultra-Läufen verfügen. Das überprüfe ich sehr genau". Laut ihm soll das Event in jedem Fall seinen familiären Charakter und den einer gewollt kleinen Veranstaltung beibehalten. 

 

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