Gute Zeiten für Ostbayerns Handwerk

Die ostbayerischen Handwerksbetriebe sind mit der Wirtschaftslage voll zufrieden. Das soll auch noch länger so bleiben, sagt der Konjunkturbericht der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.

 

Dem Winter zum Trotz: Das Bauhandwerk freute sich im 1. Quartal 2018 über gute Geschäfte. Foto: Gajus/Fotolia.com

Dem ostbayerischen Handwerk geht es weiterhin sehr gut. Das ist das Ergebnis des Konjunkturberichts der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zum 1. Quartal 2018. 92 Prozent der Betriebe meldeten eine befriedigende oder sogar gute Geschäftslage und 98 Prozent gaben an, dass ihre Geschäftslage in den nächsten drei Monaten gleichbleibt oder sich verbessert.

Trotz Winter keine eingeschlafene Konjunktur

Besser als sonst durch den Winter gekommen sind vor allem das Bauhaupt- und das Ausbaugewerbe sowie die Handwerke für den gewerblichen Bedarf. Darum ist auch das Auftragspolster der Betriebe auf eine beachtliche Größe angewachsen.

Erfreulich für alle Handwerker war die Entwicklung bei den Verkaufspreisen: Über ein Viertel der Betriebe – so viele wie seit über fünf Jahren nicht mehr – konnten höhere Preise durchsetzen. Der Umsatz im ostbayerischen Handwerk stieg um starke 4,3 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro. Außerdem stieg die Zahl der Beschäftigten in ostbayerischen Handwerksunternehmen im Jahr 2017 um 0,9 Prozent.

Handwerksbetriebe rechnen mit weiterhin guter Lage

Dank der aktuellen Situation gehen die Betriebe auch künftig von einer guten Wirtschaftslage aus. Nur ein sehr kleiner Teil rechnet mit Verschlechterungen bei den Auftragseingängen und Umsätzen. Auch bei den Verkaufspreisen soll die Entwicklung positiv bleiben. Ein größerer Teil der Betriebe erwartet deswegen einen Beschäftigungsaufbau.

Trotzdem ist die Unterstützung der Politik gefragt. „Nach der Regierungsbildung im Bund und mit Blick auf die bayerische Landtagswahl unterstreicht das Handwerk seine Forderungen nach einer handwerksfreundlichen Politik. Dazu zählt vor allem die Förderung der beruflichen Bildung und die Unterstützung der Betriebe bei der Nutzung der Digitalisierung", sagt HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl.

 

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