Guide Michelin: Fünf Sterne für die Oberpfalz

Die Oberpfalz bleibt ein Eldoardo für Feinschmecker. Der Guide Michelin hat seine begehrten Sterne vergeben - fünf davon gingen wieder in die Region. Einen kleinen Rückschlag muss das "Kastell" auf Burg Wernberg verkraften.

Spitzenkoch Hubert Obendorfer verteidigt in seinem Restaurant "Eisvogel" seit 2008 einen Stern. Foto: Volker Debus

Dieser Tag wird von Spitzenköchen mit Spannung erwartet: Der Guide Michelin hat am Dienstagabend in Berlin seine Ausgabe für 2019 präsentiert - jetzt steht fest, welche Restaurants in diesem Jahr in der Spitzenliga der deutschen Gastronomie mitspielen. Gleich fünf davon befinden sich in der Oberpfalz. Nur das "Kastell" auf Burg Wernberg - unter Spitzenkoch Thomas Kellermann noch mit zwei Sternen geadelt - ging in diesem Jahr komplett leer aus.

Kellermann schwingt seinen Kochlöffel inzwischen am Tegernsee. Sein Nachfolger Robert Morgan trat im vergangenen Sommer also in sehr große Fußstapfen - und die Zeit war wohl zu kurz, um die Michelin-Jury vollends überzeugen zu können. Das soll sich aber spätestens 2020 wieder ändern, sagt der Brite gegenüber der Mittelbayerischen: "Wir wissen, dass das der Weg ist, den wir gehen wollen." Eine Küche auf höchstem Niveau ist sein erklärtes Ziel für die Zukunft - und natürlich wieder mindestens ein Stern, der über Burg Wernberg leuchtet. 

Diese Restaurants sind "einen Stopp wert"

Hubert Obendorfer ist in seinem "Eisvogel" in Neunburg vorm Wald der dienstälteste Sternekoch der Oberpfalz: Den ersten Stern erkochte sich der ambitionierte Küchenchef bereits 2008 - und hält ihn seitdem mit Erfolg. Ein Stern bedeutet übrigens „Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert“. Seit geraumer Zeit wird Obendorfers Restaurant schon für einen zweiten Michelin-Stern gehandelt. Vielleicht reicht es dann im kommenden Jahr für die Auszeichnung "Spitzenküche"?

2015 hat das "SoulFood" in Auerbach im Landkreis Amberg-Sulzbach den Sprung in die erste Liga der Restaurants geschafft und wurde mit einem Stern bedacht, den Küchenchef Michael Laus bis heute verteidigt. Auch Gregor Hauer, Koch im Gregor's in Rötz und seit 2012 gelistet, bleibt unter den Sterneköchen, ebenso wie sein Regensburger Kollege Anton Schmaus. Stephan Brandl wurde im Leo’s in Bad Kötzting im Landkreis Cham im vergangenen Jahr zum ersten Mal vom Guide Michelin geadelt, 2019 gibt es von den Gourmets wieder einen Stern für ihn.

Der renommierte Hotel- und Restaurantführer hat in seinem aktuellen Führer über 300 Restaurants ausgezeichnet, darunter elf Häuser mit drei Sternen und 39 mit zwei Sternen. Die Inspektoren kommen unangekündigt in die Restaurants und probieren sich durch die Gerichte. Bewertet werden die Qualität der Produkte, die Zubereitung sowie der Geschmack, die persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die gleichbleibende Qualität. Die Maßstäbe sind weltweit gleich. In den vergangenen Jahren hatten sich in der Sterneküche Trends zu mehr vegetarischen Gerichten, regionalen und saisonalen Produkten sowie mehr Lässigkeit im Ambiente entwickelt.

 

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