Elektrifiziert: Amberg bekommt einen Altstadtbus

Ein Elektrobus und ein "normales" Fahrzeug werden künftig Fahrgäste durch die Amberger Altstadt kutschieren. Der Probelauf startet im November 2021.

Noch schneller auf den Marktplatz: Bald soll ein Altstadtbus wichtige Plätze in der Amberger Innenstadt miteinander verbinden.

Ab Herbst kannst Du mit einem Bus durch die Amberger Altstadt fahren. Denn im November fällt der Startschuss für die neue Altstadtlinie – zunächst einmal für einen Probebetrieb von zwei Jahren. Der Bus soll ab November zu den Geschäftszeiten verkehren und damit von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8.30 bis 14 Uhr vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) aus starten. Im weiteren Verlauf werden neun Haltestellen angefahren.

Die Route führt über eine neue Haltestelle in der Ziegelgasse zu zwei weiteren Zusatzhaltestellen am Parade- und am Hallplatz und anschließend über die Untere Nabburger Straße sowie über den Kreisverkehr wieder zum Busbahnhof zurück. Im Anschluss daran geht es über den Pfalzgrafenring zu einer neuen Haltestelle in der Mühlgasse sowie von dort aus in die Franziskanergasse und zum Schrannenplatz, die ebenfalls beide einen neuen Haltepunkt bekommen. Über die Viehmarktgasse werden schließlich die beiden neu einzurichtenden Haltestellen in der Georgenstraße und am Malteserplatz angefahren, bevor der Bus nach einem weiteren Halt an der bestehenden Haltestelle Kaiser-Wilhelm-Ring – Kurfürstenbad über den großen Kreisel wieder zum ZOB zurückkehrt.

Zweckverband Nahverkehr investiert in Elektrofahrzeug

Im April vergangenen Jahres hatte der Ferienausschuss der Stadt Amberg beschlossen, durch den Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) eine Buslinie für die Amberger Altstadt ausschreiben und einführen zu lassen. Nun steht fest, dass die im November 2021 startende und auf einen Probebetrieb von zwei Jahren ausgelegte Linie zu mindestens 50 Prozent elektrisch betrieben wird.

Das wiederum bedeutet nichts anderes als, dass es sich bei einem der insgesamt zwei Busse, die dann auf dieser Route unterwegs sein werden, um ein Elektrofahrzeug handelt. Aber: mit nur einem Fahrzeug kann der Anbieter bereits rund 70 Prozent der Fahrleistung elektrisch abdecken. Die Mehrkosten für die Anschaffung des Elektrofahrzeuges trägt der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS). Bevor die Stadt Amberg weiter in die Altstadtbuslinie investiert, will man zunächst einmal abwarten, ob die neue Buslinie überhaupt in dem erhofften Umfang angenommen wird und die Bevölkerung die Belastungen akzeptiert, die mit einem durch den engen Altstadtbereich fahrenden Bus notwendigerweise verbunden sind. Den Zuschlag für den Betrieb hat das Reisebüro Reichert bekommen.