Bayerischer Organspendepreis für Klinikum Weiden

Das Klinikum Weiden zeigt bei der Durchführung von Organspenden besonderes Engagement. Dafür wurde es jetzt mit dem Bayerischen Organspendepreis 2018 ausgezeichnet.

Melanie Huml, bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege (2.v.r.), überreichte gemeinsam mit dem Geschäfsführenden Arzt der DSO-Region Bayern, Dr. med. Dipl.-Biol. Thomas Breidenbach (r.) den Bayerischen Organspendepreis an den Ärztlichen Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger (2.v.l.), Prof. Dr. Frank Kullmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Weiden (3.v.l.) sowie die stellvertretende Pflegedirektorin Michaela Hutzler (Mitte). Foto: Andreas Steeger

Das Klinikum Weiden ist bei der Durchführung von Organspenden nicht nur in Bayern eines der besten, sondern auch in ganz Deutschland. Für den bewussten und sensiblen Umgang mit der Thematik, eine Vielzahl von Schulungen des pflegerischen und ärztlichen Personals sowie die Schaffung nachhaltiger und professioneller Strukturen wurde das Klinikum Weiden vom Freistaat mit dem Bayerischen Organspendepreis 2018 ausgezeichnet. Neben dem Klinikum Weiden erhielten auch das DONAUISAR-Klinikum Deggendorf und das Klinikum rechts der Isar Technische Universität München die Auszeichnung.

Fachliche und emotionale Kompetenz

Der transplantationsbeauftragte Arzt Andreas Faltlhauser kümmert sich um die entsprechenden Strukturen. „Wir können den fachlichen und emotionalen Anforderungen in diesem schwierigen Arbeitsbereich nur mit Nachhaltigkeit und Professionalität gerecht werden. Besonders wichtig ist uns die Begleitung der Angehörigen von Organspendern“, sagt Faltlhauser. Mit Fördermitteln der DKG (Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft) wurde eine zusätzliche Stelle geschaffen, in der sich eine Mitarbeiterin um alle Themen der Organspende an der Klinken Nordoberpfalz AG kümmert. Dazu gehören alle organisatorischen und logistischen Abläufe im Umfeld einer Organspende sowie die Planung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und Pflegepersonal. Außerdem gibt es Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit.

Engagement steht an erster Stelle

Für die Auszeichnung ist das Engagement der Kliniken entscheidend, nicht die Anzahl der durchgeführten Organspenden. Dazu gehört zum Beispiel die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, die Fortbildung des Klinikpersonals oder die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall der Organspende. Der Fachbeirat der DSO-Region Bayern (Deutsche Stiftung Organtransplantation) vergibt den Preis. Die Zahl der Organspender in Bayern ist im Vorjahr – entgegen dem bundesweiten Trend – angestiegen. Mehr als 140 Menschen spendeten nach dem Tod ihre Organe. Bayernweit warten derzeit rund 1.400 Patienten auf eine Transplantation.