50 Jahre Knopfmuseum Bärnau: Ein Blick in die Geschichte
Kisten voller Knöpfe in der ehemaligen Bernauer Knopffabrik: Zum Jubiläum öffnen sich die Türen dieses Zeitzeugnisses der Industriegeschichte. Foto: Max Korndörfer
Alte Schachteln voller Knöpfe, sorgfältig beschriftet und bis heute bewahrt, erzählen von einer Zeit, in der Bärnau zum Zentrum der Knopfindustrie wurde. Seit 50 Jahren sammelt das Deutsche Knopfmuseum diese Geschichten. Zum Jubiläum öffnet es die Türen weiter – mit Fotografien, Werkstattbesuchen und Begegnungen, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden.
Ein Stück Industriegeschichte erleben
An drei Terminen im Herbst führt das Ehepaar Schöner Besucher:innen durch die Räume der 1895 gegründeten Fabrik, der ersten ihrer Art in Bärnau. Hier begann eine Entwicklung, die die Oberpfälzer Grenzstadt zur Knopfhochburg Deutschlands machte. Am 28. September, 12. Oktober und 19. Oktober 2025 öffnet das Gebäude in der Bahnhofstraße seine Tore – eine seltene Gelegenheit, die Ursprünge der regionalen Knopfindustrie direkt vor Ort zu erleben.
Fotografie trifft auf Tradition
Parallel dazu widmet sich der Fotograf Max Korndörfer der „Knopfstadt“ in Bildern. Seine Ausstellung ist bis 31. Oktober in der neuen Galerie Punktum im Deutschen Knopfmuseum zu sehen. Wer tiefer eintauchen möchte, hat am 27. September die Chance, mit dem Künstler selbst durch die Ausstellung zu gehen. Am 30. Oktober bildet eine Finissage mit Führung den feierlichen Abschluss.
Lange Museumsnacht für Groß und Klein
Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Am 3. Oktober verwandelt sich das Museum zwischen 17 und 20 Uhr in einen Ort voller Geschichten und Mitmachangebote. Kreativ-Workshops laden zum Gestalten ein, während die Autorin Recha Gräbner aus „Maries Kuschelkissenknöpfe“ liest. Ein Abend, der Kulturgeschichte lebendig macht.
Vom Perlmutter zum Kunststoff
Die Knopfindustrie hat Bärnau über Generationen geprägt. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begannen Knopfmacher wie Johann Müller, Perlmutter aus fernen Meeren zu verarbeiten. Später prägten Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg die Branche, brachten neue Techniken und Materialien mit. Mit der Perlmutterknopffachschule und der internationalen Knopfmesse IKNOFA war Bärnau jahrzehntelang ein Zentrum von Weltruf.
Öffnungszeiten (April – Oktober):
Do. – So. 13:00 – 17:00 Uhr
sowie an Feiertagen geöffnet
Kontakt Deutsches Knopfmuseum:
Deutsches Knopfmuseum
Tachauer Straße 2
95671 Bärnau
Telefon: 09635 / 1830 (während der Öffnungszeiten)
Telefon: 09635 / 3450028
Fax: 09635 / 9249-995
E-Mail: info@deutsches-knopfmuseum.de
Homepage: www.deutsches-knopfmuseum.de
Heute erinnert das Knopfmuseum nicht nur an diese industrielle Blütezeit, sondern zeigt, wie eng Handwerk, Erfindergeist und regionale Identität miteinander verwoben sind. Das Jubiläum bietet die Gelegenheit, in die Vergangenheit einzutauchen – und dabei auch die Gegenwart neu zu sehen.
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