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Sisi zieht ins Haus der Bayerischen Geschichte

Blick auf den MariahilfbergDer kunstvoll inszenierte Trauerzug von König Ludwig II. mit dem Originalkleid von Kaiserin Sisi ist seit kurzem Teil der Dauerausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Foto: Haus der Bayerischen Geschichte

Ein Trauermarsch. Der Mann im Sarg ist kein geringerer als König Ludwig II. Auf seinem letzten Weg begleitet ihn auch Kaiserin Elisabeth von Österreich. Diese kunstvolle Inszenierung ist nun Teil der Dauerausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg, der Höhepunkt ist Sisis Trauerkleid.

Der inszenierte Trauerzug besteht aus seltenen und sehr wertvollen Uniformen des königlich bayerischen Hofstaats, die auf kunstvoll gefertigten Metallfigurinen präsentiert werden. Das aufwendig gefertigte Kleid Kaiserin Elisabeths bildet den Höhepunkt . Oberteil und Rock sind aus extrem dünnen und feinen Seidentaft und Spitze gefertigt und zeugen vom Modebewusstsein der Kaiserin. Das Haus der Bayerischen Geschichte konnte das Kleid noch zur rechten Zeit zu akzeptablen Bedingungen erwerben. Aktuell erzielen dagegen Devotionalien der Kaiserin beinahe astronomische Preise.

Kaiserin Elisabeth war nicht nur die Großcousine des Märchenkönigs, sondern auch seine engste Freundin. Beide einte ihre Abneigung gegen das strenge höfische Zeremoniell, vor dem sie immer wieder flohen. Nach dem Tod Ludwigs II. im Starnberger See war Elisabeth als eine der Ersten vor Ort. Die trauernde Kaiserin verabschiedete sich mit einem Jasminstrauß, den sie dem Leichnam Ludwigs in die Hand legte. Als auch noch ihr Sohn Rudolf Selbstmord beging, trug Elisabeth in den folgenden Jahren fast ausschließlich schwarz. Am 10. September 1898 wurde Sisi von einem italienischen Anarchisten ermordet. 

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