Fünf-Flüsse-Radweg zählt erneut zu Deutschlands Top-Radrouten
Der Fünf-Flüsse-Radweg ist einer der beliebtesten deutschen Fernradwege und zeigt spektakulär schöne Natur ebenso wie Städtchen und Städte der Oberpfalz. Foto: Frank Heuer/laif
Rund die Hälfte der insgesamt 300 Kilometer führt durch die Oberpfalz – sie bildet damit das Herzstück des Fünf-Flüsse-Radwegs. Der Radweg verbindet entlang von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl zahlreiche Städte und landschaftliche Highlights in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten der Oberpfalz und angrenzender Regionen. Er gilt seit vielen Jahren als etabliertes Angebot für mehrtägige Radreisen und wird in der Regel in mehreren Etappen befahren. Individuelle Anpassungen sind dabei jederzeit möglich, z.B. Abkürzungen, Tagestouren oder die Kombination mit einem der vielen anderen Radwegen der Region.
Gemeinsame Qualitätsentwicklung
Ein wesentlicher Meilenstein für die Qualität war ein gemeinsames Entwicklungsprojekt mehrerer Kommunen und Regionen, bei dem die Strecke umfassend modernisiert wurde. Das LEADER-Kooperationsprojekt „Qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Fünf-Flüsse-Radweges“ hatte 2016 zum Ziel, Beschilderung, Infrastruktur und touristische Attraktivität zu verbessern und so den steigenden Ansprüchen von Radreisenden gerecht zu werden.
Neben der abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft profitieren Radfahrer von einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur entlang der Strecke – darunter zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomiebetriebe. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr spielt eine wichtige Rolle für die Attraktivität des Radwegs.
Hubert Zaremba, Tourismusleiter beim Landkreis Amberg-Sulzbach, verweist auch auf den wirtschftlichen Faktor des Radwegs und die damit verbundenen Einnahmen, die vor allem durch die Übernachtungen entstünden. Er und sein Team wollen weiterhin daran arbeiten, dass der Fünf-Flüsse-Radweg eines der Aushängeschilder des Landkreises bleibt.
So verläuft der Fünf-Flüsse-Radweg
Beginnt man den relativ ebenen 300-Kilometer-Rundkurs in Nürnberg, geht es von da aus nach Osten entlang der Pegnitz über Lauf und Hersbruck in den Landkreis Amberg-Sulzbach, zunächst nach Sulzbach-Rosenberg. Weiter führt die Route nach Amberg und dann entlang der Vils und der Naab bis nach Kallmünz und Regensburg zur Donau. Über Bad Abbach und Kelheim radelt man nach Riedenburg, um dann Dietfurt an der Altmühl, Beilngries und Berching anzusteuern. Über Neumarkt und Burgthann geht es dann durch Wendelstein wieder zurück nach Nürnberg.
So bewertet der ADFC
In die Wertung der Analyse kamen Radreisen mit mindesten drei Übernachtungen. Die ersten Plätze belegten der Elberadweg, der Weser- und der Ostküstenradweg. Aus Bayern kamen unter die ersten zehn der Bodensee-Königssee-Radweg, der Main-, der Donau- und eben auch der Fünf-Flüsse-Radweg. Wichtige Qualitätskriterien für Radreisende seien eine gute Beschilderung, Gastronomie und auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Zukunft lebt in Amberg-Sulzbach. Die Menschen hier tragen die Charaktereigenschaften jener Landschaft in sich, in der sie zuhause sind: Wer beides kennen lernt, wird die Eigenheiten der Einheimischen ebenso rasch schätzen wie die Vielfalt dieser Gegend.