„fei GUAD“: Wenn Küchen Geschichten erzählen
Es gibt Gerichte, die tragen Namen, die man erst einmal aussprechen lernen muss. Rupfhaubn. Hasnöhrl. G’rupfder. Wörter, die nach Großmutters Küche klingen, nach Sonntagsnachmittagen und Festtagstischen. Antonia und Alexander Feig aus Selb haben solche Rezepte gesammelt – und ein Buch daraus gemacht, das mehr ist als eine Sammlung von Zutatenlisten.
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind. Foto: Alexander Feig
Wo Regionen sich die Hand reichen
„fei GUAD“ heißt ihr neues Werk, und schon der Titel verrät: Hier geht es nicht um Präzision, sondern um Gefühl. Um das, was Menschen in der Oberpfalz, in Franken, Niederbayern und Böhmen seit Generationen verbindet. „Die Leute haben früher nicht in Regierungsbezirken gedacht“, sagt Alexander Feig. „Die haben gekocht, was da war – und das war in Cham ähnlich wie in Pilsen oder in der Fränkischen Schweiz.“
Diese kulinarische Nachbarschaft zeigt das Buch auf 256 Seiten. Da steht ein Chamer Kampl neben einem Bareida Kretzaweggla, und wer nicht weiß, was das ist, findet in jedem Kapitel kleine Mundart-Glossare mit hochdeutschen Übersetzungen. So wird die Lektüre zum spielerischen Spaziergang durch die Sprachlandschaft – ein Dialektwort nach dem anderen.
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind. Foto: Alexander Feig
Fotografie, die nicht inszeniert
Antonia und Alexander Feig sind keine Quereinsteiger. Seit 1991 betreiben sie ihr Fotostudio Feigfotodesign in Selb, ihre Arbeiten wurden mit dem Deutschen Kochbuchpreis, dem German Design Award und weiteren internationalen Auszeichnungen prämiert. Ihr erstes Koch- und Backbuch „GUAD & GNOU“ wurde als eines der schönsten Regionalbücher Deutschlands ausgezeichnet und erhielt den Deutschen Kochbuchpreis in Silber.
„fei GUAD“ führt diesen Weg konsequent weiter. 204 Fotografien zeigen Gerichte, Zutaten und Küchenmomente – nicht im sterilen Fotostudio, sondern so, wie sie wirklich sind. „Wir wollten zeigen, wie es auf dem Küchentisch aussieht“, sagt Antonia Feig. Keine Hochglanz-Inszenierung, keine künstlichen Arrangements. Stattdessen: klare Farben, ruhige Kompositionen, ehrliche Bilder.
Ein Blick ins Buch
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
Kochbuch Fei Guad
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind.
fei GUAD – Kochkultur & Mundart aus dem Herzfleck Bayerns und rundumadum
Antonia und Alexander Feig
Vorwort: Eva Karl Faltermeier
Bavarian Prints Verlag, Amberg
256 Seiten, 204 Fotografien
Hardcover, 20,5 × 28,5 cm, ca. 1300 g
3 textile Lesebändchen
ISBN 978-3-949664-04-5
49,90 €
Erhältlich ab November 2025 im Buchhandel und unter www.bavarianprints-verlag.de
Ein Buch, das in die Küche gehört
Das Buch ist schwer. 1,3 Kilogramm, um genau zu sein. Drei textile Lesebändchen markieren die Lieblingsstellen, der feste Einband hält auch mal einen Mehlstaub-Angriff aus. „Das soll in der Küche liegen und Fettspritzer abbekommen“, sagt Alexander Feig. Ein Arbeitsbuch also, kein Bildband fürs Regal.
Darin: herzhafte Klassiker und leichte Sommergerichte, traditionelles Gebäck und Festtagsessen, Brotzeiten und saisonale Küche. Dazu ein Vorwort von Eva Karl Faltermeier, die selbst tief in der regionalen Kultur verwurzelt ist. „fei GUAD“ ist Koch- und Backbuch, Lesebuch und Bildband zugleich – ein kleines Archiv des Alltags, das Erinnerungen weckt, ohne nostalgisch zu werden.
„fei GUAD“ zeigt in 204 fotografischen Motiven, wie vielfältig die Küchen zwischen Oberpfalz, Franken, Niederbayern und Böhmen miteinander verwoben sind. Foto: Alexander Feig
Zwischen Tradition und Heute
Was die Feigs mit ihrem Buch geschaffen haben, ist mehr als eine Rezeptsammlung. Es ist ein Porträt einer Landschaft, die kulinarisch näher zusammenrückt, als es Verwaltungsgrenzen vermuten lassen. Ein Buch für alle, die wissen wollen, was die Oberpfalz mit ihren Nachbarn verbindet – und wie das schmeckt.
Erschienen ist „fei GUAD“ im Bavarian Prints Verlag aus Amberg, einem regional verwurzelten Verlag, der sich der Bewahrung und zeitgemäßen Vermittlung regionaler Kultur verschrieben hat. Erhältlich ist das Buch ab Anfang November 2025 im lokalen Buchhandel, online und direkt beim Verlag.
Nina hat den Überblick: über die Inhalte auf unserer Website und unsere Social-Media-Profile. Wenn sie dann aber doch mal genug vom Digitalen hat, genießt sie die Schönheit der Oberpfalz ganz analog – am liebsten vom Wasser aus: Die gebürtige Ambergerin paddelt leidenschaftlich gerne auf dem SUP – zusammen mit ihren beiden Söhnen.