Dialektwort 2026: Was folgt auf „miechad“?
Bezirk Oberpfalz und Radio Ramasuri küren auch heuer wieder gemeinsam das „Oberpfälzer Wort des Jahres“. Foto: Envato
Erinnerst Du Dich noch an das Wort „miechad“? Es beschreibt diesen ganz speziellen Oberpfälzer Schlag: ein bisschen abwartend, aber mit viel Herz und einem Augenzwinkern. Genau solche Begriffe suchen der Bezirk und Radio Ramasuri wieder. Denn unser Dialekt ist ein Stück Identität, das wir pflegen müssen, damit es nicht einstaubt. Er ist ein echtes Heimatgefühl, das uns verbindet – egal, ob wir in Regensburg, Amberg oder Tirschenreuth zuhause sind.
Dialekt ist mehr als nur Reden
Bezirkstagspräsident Franz Löffler übernimmt erneut die Schirmherrschaft und betont, wie wichtig unsere Mundart für die Region ist:
„Da freue ich mich sehr darauf, denn es ist einfach wichtig, dass man einen Dialekt hat, den man pflegt. Das ist schon etwas Einzigartiges. Unsere Mundart ist nicht nur Sprache, sie ist auch Heimatgefühl. Und gerade im Rahmen dieses Dialekts gibt es ein paar Schlagwörter, die besonders bezeichnend sind für eine ganze Region.“
Sieben Fachleute wählen das Siegerwort
Damit die Entscheidung Hand und Fuß hat, wurde die Jury in diesem Jahr auf sieben Persönlichkeiten erweitert. Mit dabei sind echte Experten: vom Dialekt-Papst Prof. Dr. Ludwig Zehetner über die Mundart-Künstlerin Franziska Glaser bis hin zu Urgesteinen wie Josef „Bäff“ Piendl und Hubert Treml. Auch Martin Stangl, Herausgeber des Oberpfälzer Wörterbuchs, und Stefan Eber vom Online-Mundartlexikon bringen ihr Wissen ein.
Die Jury achtet darauf, welches Wort den Charakter unserer Sprache in diesem Jahr am besten trifft. Neu dabei ist 2026 übrigens ein eigenes Logo: bunt und lebendig, genau wie die Konturen unserer Oberpfalz.
So kannst Du Deinen Vorschlag einreichen
Hast Du einen Begriff im Kopf, der für Dich typisch Oberpfälzisch ist? Dann beteilige Dich an der Suche. Der Ablauf ist denkbar einfach:
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Vorschläge senden: Reiche Deinen Favoriten ab sofort über www.ramasuri.de oder die weiteren Kontaktwege des Senders ein.
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Die Entscheidung: Nach der Sammelphase wählt die Fachjury das Siegerwort aus.
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Die Verkündung: Das Ergebnis präsentieren der Bezirk und Radio Ramasuri offiziell am Montag, den 13. April, im Bezirksgebäude in Regensburg.
Als Anerkennung erhält der/die Einsender:in des Siegerwortes neben einer offiziellen Urkunde die Ehre, ein Stück regionaler Sprachgeschichte mitgeschrieben zu haben.