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Da rührt se wos…. beim Zwiefachentag in Hemau

Blick auf den MariahilfbergBeim Zwiefachentag am 9. Mai 2026 dreht dich alles - vor allem um den Zwiefachen. Foto: Marcus Rebmann

Unter dem Motto „…da rührt se wos – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen“ dreht sich am 9. Mai 2026 in Hemau einen ganzen Tag lang alles um diesen Taktwechsler. Die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz plant gemeinsam mit der Stadt Hemau und dem Landkreis Regensburg ein vielfältiges Programm aus Musik, Tanz, Gesang, Workshops und Vorträgen – und das bei kostenlosem Eintritt.

Egal ob musikalische Vorkenntnisse oder nicht – zum Zwiefachentag sind alle eingeladen, die Lust auf regionale Musikkultur haben. Was den Zwiefachentag einzigartig macht, sind zum einen die jeweiligen örtlichen Besonderheiten, zum anderen die Menschen dort, die diesen Tag gestalten. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Programm aus und für die Region. Nachdem der Zwiefachentag nun in allen Landkreisen der Oberpfalz einmal zu Gast war, kehrt die Veranstaltung an den Ort zurück, an dem sie 2018 das erste Mal stattgefunden hat.

Auftakt am Vormittag

Los geht es um 11 Uhr. Zur Eröffnung des Zwiefachentags gibt es einen Vortrag von Dr. Max Seefelder, früherer Bezirksheimatpfleger von Niederbayern. Sein Thema: „Von der elenden Landmusik hin zum Immateriellen Kulturerbe – Volksmusik und Zwiefache im Kontext der Geschichte“. Parallel dazu können beim Kindersingen in der Bücherei auch die ganz Kleinen den Tanz kennenlernen.

Workshops und offenes Programm am Nachmittag

Am Nachmittag warten vielfältige Workshops auf Musikbegeisterte. Regionale und überregionale Referenten lehren zum Beispiel Zwiefache für Gitarre, Harmonika, Streicher, Zither und Bläser, auch Gesangs- und Tanzkurse sind im Angebot. Während tagsüber Tanz-, Sing- und Instrumental-Workshops, Vorträge und ein buntes Rahmenprogramm angeboten werden, geht der Zwiefachentag am Abend in örtlichen Wirtshäusern und Lokalen weiter, in denen Live-Musik spielt und sich die Besucherinnen und Besucher von Ort zu Ort bewegen können.

Wer lieber zuhört, oder spontan vorbeikommt, für den ist das Programm am Stadtplatz und im Rathausgarten das Richtige. Hier warten ohne Anmeldung ein Festival für die Ohren und weitere Aktivangebote auf die Gäste: vom Kindermitmachkonzert über die Stadtkapelle Hemau, Die Jungen Wilden aus’m Laabertal, die Familienmusik Hahn oder Huber – Rösch – Wax, die mit böhmischen Dudelsäcken und Schlagwerk knackige Zwiefache aufspielen.

Um 14 und um 16 Uhr macht zusätzlich eine Stadtführung die über 700-jährige Geschichte der Stadt Hemau erlebbar. Und die beiden Kreisheimatpfleger Dr. Thomas Feuerer und Dominik Harrer begleiten alle Interessierten ab 14.30 Uhr bei einer musikalischen Bus-Exkursion nach Pittmansdorf mit Führung durch den denkmalgeschützten Jurastadel.

Abendprogramm und Vorabendkonzert

Am Abend setzt sich der Zwiefachentag in den Hemauer Wirtshäusern fort: Bei Live-Musik können die Besucherinnen und Besucher von Ort zu Ort ziehen, tanzen, singen oder einfach zuhören. Mit dabei sind unter anderem die Tanngrindler Musikanten, die 7gscheitn sowie weitere Gruppen, Musikerinnen und Musiker und Referierende aus der Region, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des Tages beitragen.

Bereits am Vorabend, dem 8. Mai, laden die Bauernseufzer und Frieder Roßkopf zum Kozert in den Jurastadl (der einzige kostenpflichtige Programmpunkt mit 18 Euro Eintritt).

Weitere Infos

Weitere Informationen zum Zwiefachentag in Hemau sowie einen detaillierter Programmflyer zum Download findest Du auf der Website des Bezirks Oberpfalz.

Die Teilnahme am umfangreichen Workshopprogramm ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch bis zum 3. Mai erforderlich – ganz unkompliziert ebenfalls über die Website des Bezirks.

Bitte beachte die genauen Infos zu den angebotenen Workshops („Geeignet für / „Mitzubringen“ / „max. Teilnehmenden“) im Programmflyer.

Der Zwiefache

Wer oder was genau ist eigentlich der Zwiefache? In dem Tanz stecken zwei Taktarten, der ungerade 3/4- Takt und der gerade 2/4-Takt. Dieser schnelle Volkstanz wechselt im raschen Tempo zwischen den Taktarten und erfordert somit den ständigen Wechsel von Dreher- auf Walzerschritt. Dabei gibt es verschiedenste Formen von regelmäßigen oder auch nur vereinzelt auftretenden Wechseln. Ein Beispiel, das wohl jeder kennt, ist das Volkslied Alte Kath‘. Das Hauptverbreitungsgebiet des Zwiefachen ist Ostbayern, also auch die Oberpfalz. Der Zwiefache ist seit 2016 Teil des Landes- und Bundesverzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes.

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Anja managt Förderprojekte, schreibt unseren Newsletter, recherchiert, koordiniert Abläufe und behält auch bei komplexen Themen den Überblick. Als Dreifach-Mama weiß sie genau, wie man Kinder und Jugendliche erreicht – und hat beim Oberpfalz Marketing besonders die junge Zielgruppe im Blick. Singen kann sie übrigens auch noch – am liebsten im Regensburger Schottenchor.