BMW Regensburg auf Rekordkurs
Moderne Serienfertigung im BMW Group Werk Regensburg: Die Montage läuft im Dreischichtbetrieb, parallel werden Anlagen für kommende Modellgenerationen umgebaut. Foto: Rainer Haeckl
Das BMW Group Werk Regensburg läuft auf Hochtouren. Im Dreischichtbetrieb entstehen hier derzeit mehr als 1.400 Fahrzeuge pro Arbeitstag – alle 57 Sekunden rollt ein neues Auto vom Band. Bereits 2024 wurden über 342.000 Fahrzeuge gefertigt, 2025 wird dieser Wert nochmals deutlich übertroffen. Werkleiter Armin Ebner betont, dass trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen die Auslastung hoch bleibt und parallel umfangreiche Investitionen laufen.
Die deutschen BMW Werke tragen auch 2025 zu über einer Million gefertigten Fahrzeuge bei – etwa jedes vierte davon entsteht in Deutschland. Regensburg nimmt dabei eine zentrale Rolle im europäischen Produktionsnetz ein. Die gefertigten Modelle gehen in Märkte weltweit, während der Standort selbst tief in der Oberpfalz verwurzelt bleibt.
Elektrifizierung prägt den Produktionsalltag
Der Wandel hin zu elektrifizierten Antrieben ist im Werk längst Realität. Vier von zehn Fahrzeugen, die 2025 in Regensburg vom Band laufen, sind entweder vollelektrisch oder als Plug-in-Hybrid unterwegs. Modelle wie der BMW X1 und der BMW iX1 zeigen, wie die Integration neuer Antriebstechnologien in der Serienfertigung gelingt. Beide Modelle wurden mehrfach von Fachmedien und Lesern ausgezeichnet.
Für die Belegschaft bedeutet diese Entwicklung neue Anforderungen: Prozesse werden angepasst, Kompetenzen erweitert. Der Wandel vollzieht sich dabei nicht abrupt, sondern als kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Strukturen.
Fünf Wochen Umbau in der Sommerpause
Im Sommer nutzte das Werk eine fünfwöchige Produktionspause für umfassende Umbauarbeiten. In Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage wurden 280 Maßnahmen umgesetzt. Mehr als 1.500 Mitarbeiter von 110 Fremdfirmen arbeiteten rund um die Uhr, tausende Tonnen Stahl wurden demontiert und neu verbaut.
Was nach logistischem Aufwand klingt, ist das Ergebnis monatelanger Planung. Die Umbauten erfolgten präzise getaktet, um die Produktionsunterbrechung so kurz wie möglich zu halten und den Standort für kommende Anforderungen zu rüsten.
Rekordzahlen, hohe Nachfrage und Vorbereitungen für die NEUE KLASSE: Das BMW Werk Regensburg setzt 2025 seinen Erfolgskurs fort. Foto: Lukas Pokorny
Vorbereitung auf die NEUE KLASSE
Die Arbeiten im Sommer waren Teil einer größeren Strategie: Das Werk bereitet sich auf die NEUE KLASSE vor, die nächste Modellgeneration der BMW Group. In den kommenden Jahren soll deren Produktion in Regensburg anlaufen. Erste Umbauten erfolgten bereits zum Jahreswechsel, weitere folgen schrittweise.
Werkleiter Ebner beschreibt die Entwicklung mit drei Begriffen: digitaler, zirkulärer, effizienter. Die bestehenden Stärken des Standorts sollen mit neuen technologischen Anforderungen verbunden werden. Auszeichnungen wie „Fabrik des Jahres“ unterstreichen, dass dieser Anspruch auch extern wahrgenommen wird.
Industrieller Motor mit regionaler Verankerung
Das BMW Werk ist für die Oberpfalz mehr als ein Produktionsstandort. Es bietet sichere Arbeitsplätze, bringt internationales Know-how in die Region und sorgt für wirtschaftliche Stabilität. Die Zusammenarbeit zwischen Werk und Umfeld funktioniert sachlich und verlässlich – ohne große Inszenierung, dafür mit spürbarer Wirkung.
Die Oberpfalz begleitet die Entwicklung des Werks pragmatisch. Es ist diese Kombination aus industrieller Kompetenz und regionaler Bodenständigkeit, die den Standort prägt.
Die Oberpfalz ist der ideale Ort zum Leben und Arbeiten. Das zu kommunizieren und den Rest der Welt für die Region zu begeistern, ist die Aufgabe des Oberpfalz Marketings. Challenge accepted.