Äbtissin Laetitia Fech
Seit fast drei Jahrzehnten prägt Äbtissin Laetitia Fech das geistliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben im Stiftland und weit darüber hinaus. Geboren 1957 in München, entschied sie sich bereits in jungen Jahren für das Ordensleben. 1979 trat sie in die Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal in Baden-Baden ein, ein Jahr später legte sie ihr Ordensgelübde ab.
1994 führte ihr Weg in die Oberpfalz – in die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen. Dort wurde die ausgebildete Meisterin der Paramentenstickerei bereits 1995 im Alter von nur 38 Jahren zur Äbtissin gewählt – als jüngste Äbtissin ihres Ordens.
Zu dieser Zeit stand das traditionsreiche Kloster vor großen Herausforderungen: Gebäude waren sanierungsbedürftig, wirtschaftlich und personell war die Zukunft ungewiss. Mit großer Weitsicht, Beharrlichkeit und Herzblut gelang es Laetitia Fech jedoch, die Abtei Waldsassen neu auszurichten und zu einem lebendigen spirituellen und kulturellen Zentrum der Nordoberpfalz zu entwickeln. Unter ihrer Leitung entstanden unter anderem ein Kultur- und Begegnungszentrum, ein Gästehaus mit Restaurant, Seminarräume, ein Klosterladen sowie eine Werkstatt für Paramentenstickerei.
Für ihr außergewöhnliches Wirken wurde sie vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden, der Bayerischen Denkmalschutzmedaille, der Bayerischen Verfassungsmedaille und dem Bundesverdienstkreuz.
Was bedeutet die Oberpfalz für Sie?
Meine zweite Heimat ist inzwischen die Abtei Waldsassen beziehungsweise das Stiftland in der Nordoberpfalz, der ich nun im 29. Jahr als Äbtissin mit Haut und Haar verbunden bin.
Was ist ihr Lieblingsort in der Oberpfalz?
Natürlich die Zisterzienserinnen Abtei Waldsassen.
Was macht die Oberpfalz so besonders?
Dichte Wälder, sanfte Hügel, kleine Flüsse, malerische Dörfer, tiefe Höhlen, beeindruckende Felslandschaften: Die Oberpfalz ist ein Naturparadies für Wanderer und Radfahrer im Osten Bayerns an der tschechischen Grenze.
Die Oberpfalz ist geologisch eine der vielfältigsten und interessantesten Regionen Bayerns. Nicht umsonst wurde im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab nahe Windischeschenbach, nicht weit von Waldsassen entfernt, das kontinentale Tiefbohrprojekt auf fast 11 km Tiefe durchgeführt.
Was ich über die Oberpfalz nach außen tragen möchte:
Ich möchte das Geschichtsbewusstsein des Stiftlandes – das bis heute auf das Klosterstift Waldsassen zurückgeht – neu beleben. Das Stiftland hat die Identität unserer Region als eigenständigen Kultur- und Geschichtraum geprägt und soll ihn auch in Zukunft prägen.
Anja managt Förderprojekte, schreibt unseren Newsletter, recherchiert, koordiniert Abläufe und behält auch bei komplexen Themen den Überblick. Als Dreifach-Mama weiß sie genau, wie man Kinder und Jugendliche erreicht – und hat beim Oberpfalz Marketing besonders die junge Zielgruppe im Blick. Singen kann sie übrigens auch noch – am liebsten im Regensburger Schottenchor.