Nerd-Oberpfalz: Lootraider

Am Anfang staunten die Vilsecker nicht schlecht, als einmal im Monat tausende von Paketen vor dem Gebäude von Lootraider abgeholt wurden. So richtig verstanden hat erst einmal keiner, was die Jungs dort machen. 

Mittlerweile sind sie mit dem Versand von Überraschungspaketen für "Geeks, Gamer und Nerds" richtig erfolgreich. In unserem Video erzählen Sie von ihrem Weg dahin und wie es ist, mit seinen Brüdern ein Unternehmen zu führen.

Die Idee kam den Vilseckern - allesamt begeisterte Gamer und Serienfans - als sie eines Abends zusammensaßen: "Wir haben gesehen, dass es in den USA einen unheimlichen Run auf solche Überraschungspakete gibt. In Deutschland wurde so etwas nicht angeboten", erinnert sich Thomas Engelhardt. Er ist einer von drei Brüdern, die zusammen mit Geschäftspartner Felix Söllner das Unternehmen Lootraider betreiben.

Inzwischen arbeiten alle hauptberuflich bei Lootraider

Das Konzept ging auf: Waren es im ersten Monat noch 15 Kunden, stieg die Zahl der Bestellungen im nächsten Monat schon auf 320, im dritten Monat auf 640. So geht es seitdem weiter. Aktuell zählen die Jungs dreitausend Abonnenten - Tendenz steigend. Kein Wunder, dass das neue Lager für die Nerd-Artikel aus aller Welt eigentlich jetzt schon wieder zu klein ist. Inzwischen arbeiten alle hauptberuflich bei Lootraider. Der jüngste Bruder Michael macht sogar eine Ausbildung im Betrieb.

Einmal im Monat wird eine Box versandt. Meistens unter einem bestimmten Motto mit aktuellem Bezug. So gibt es dann an Halloween die "Horrorbox", eine "Marvel meets Nintendo"- oder auch mal eine "Retro"-Box. 

Oft werden auch die Wünsche der Abonnenten berücksichtigt. Die bedanken sich im Gegenzug mit sogenannten "Unboxings". In diesen Videos packen die Lootraider-Fans ihre Pakete vor laufender Kamera aus. "Das freut uns natürlich total, wenn wir den Leuten dabei zusehen können, wie sie sich freuen", so Thomas.

In einer Box befinden sich fünf bis sieben Artikel. "Am bekanntesten sind wir sicher für unsere T-Shirts, die oft mit lustigen Sprüchen oder Parodien bedruckt sind", erklärt Felix Söllner, der ebenfalls als Geschäftsführer tätig ist. 

Alle packen an

Zunächst werde recherchiert und die Artikel rund um den Globus bestellt. Dann geht es ans Packen: "Nachdem du 50.000 T-Shirts zusammengelegt hast, kannst du es auch richtig", schmunzelt Christoph Engelhardt, der älteste des Brüder-Trios. Es sei auch schon vorgekommen, dass Mutter, Oma und Freunde mitpacken mussten, wenn es eng wurde.

Aus der Oberpfalz weg wollen die jungen Unternehmer trotz des internationalen Erfolgs keinesfalls. Schließlich stecke in ihnen allen ein ziemlich großer Oberpfälzer - schon alleine sprachlich, witzelt Thomas.