Cafés, Kneipen, Bars - Kneipenkultur rund um die Hochschulstandorte Amberg und Weiden

Bei uns is' der Hund ned g'freckt

Kneipenkultur in den und um die Hochschulstandorte Amberg und Weiden herum

Kleine Hochschul-Standorte wie Amberg, Cham, Neumarkt und Weiden liegen im Trend. Klein aber oho gilt innerhalb gemütlicher Stadtmauern und auf großzügigen Campi. Kulturell können sie zwar quantitativ den Metropolen nicht das Wasser reichen, aber viele künstlerische Kleinode machen alles andere als Mist, wie auch der Weidener Stadtrat und Gastronom Ralf Möhrle weiß. Als erfahrener Kenner der Oberpfälzer Szene plaudert Möhrle aus dem Nähkästchen.

"Dass in der Oberpfalz der Hund g'freckt is'", grinst Möhrle, "is' a Krampf – es gibt hier so viele tolle Clubs und Veranstaltungen." Schon die Weidener Fußgängerzone sei im Sommer eine Klasse für sich: "Wo hast du schon sonst eine mediterrane Atmosphäre?" Sowohl eingefleischte Biergartensitzer als auch Tanzteufel seien zwischen Amberg und Weiden gut aufgehoben. Die beiden Altstädte hätten einen herrlichen historischen Kern und seien doch alles andere als verstaubt. "Die Kneipendichte im Stadtkern gewährleistet eine Vielfalt für alle Altersgruppen und Geschmäcker", ist sich der Gastro-Experte sicher.

Berührungsängste kenne der Oberpfälzer entgegen gängiger Klischees nicht: "Mittvierziger feiern mit volljährigen Teenagern. Altrocker mit Technofreaks. Hip-Hopper mit Metal-Heads – da kennt der Nopfler nichts!" Dazu seien die vielen Cafés und Clubs, die Studentenkneipen und urigen Wirtshäuser, die Discos und Dancehalls gemütlich zu Fuß zu erschließen. Günstige Mietpreise und Lebenshaltungkosten schonen den Geldbeutel. "Bierpreise um die zwei Euro und Cocktails ab fünf Euro sind noch erschwinglich", redet Möhrle Tacheles.

In Kultkneipen wie dem Ramazotti und dem Theatro in Weiden oder dem Killy Willy und dem Wild-Vaitl im Amberg kämen sich junges Gemüse und ältere Semester schnell näher.

Dazu komme der Landkreis der unbegrenzten Möglichkeiten mit seinen unzähligen Kirwan und der weltberühmten Zoiglkultur: "Das ist unser absolutes Alleinstellungsmerkmal es gibt ja mittlerweile einen regelrechten Zoigltourismus!"

Der Zoigl, das ungefilterte, untergärige Bier aus der Heimat der Bodenständigkeit, wird traditionell im Kommunbrauhaus gebraut und in zünftigen Zoiglstuben ausgeschenkt. "Wenn ein Wirt mit dem Ausschenken dran ist, hängt er den Stern aus dem Fenster. "Das süffige Getränk baut seit Alters her Klassenunterschiede ab: Der Landwirt sitzt mit dem Mediziner am Tisch, der Student mit dem Polizisten", schwärmt der Sozialdemokrat. "Man macht Brotzeit, unterhält sich über Gott und die Welt."

Kunstausstellungen, Musikfestivals, Sportevents und allerlei Kleinkunst belebten die Kulturlandschaft der mittleren und nördlichen Oberpfalz zusätzlich. "Wir brauchen uns mit unserer vitalen Vielfalt nicht zu verstecken", haut Ralf Möhrle rhetorisch auf den Wirtshaustisch. Und als Echo meint man ein Vielstimmiges "Jawoiii" zu hören. (pet)

Quelle: Beilage des Medienhauses "Der neue Tag", Foto: Christian Lindner

 

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