Studenten im Hörsal

So studiert ihr richtig

Alles beginnt mit der richtigen Studienwahl: "Die intrinsische Motivation", wie das die Fachfrau nennt, "muss stimmen". Meint so viel wie: Den Stoff des falschen Studienfachs bekommt man auch mit dem Nürnberger Trichter nicht ins Oberstübchen. Im Interview gibt Diplom-Psychologin und Lernberaterin Kerstin Zimmermann Tipps zum richtigen lernen:

Auswahlkriterium fürs Studium

"Was möchte ich ein Leben lang tun?" Klar, da kann das Image der Götter in Weiß noch so strahlend sein – wer kein Blut sehen kann, ist als Chirurg denkbar ungeeignet. Und wer sich vor lärmenden Jugendlichen in der Pubertät fürchtet, gehört in kein Klassenzimmer. Deshalb: Geht in euch und dann raus in die Wirklichkeit und testet in Praktika eure Eignung und die des angestrebten Berufes.

Holschuld

Erfolgreiches Studium setzt Orientierung voraus: Man braucht eine Peilung, einen Ablaufplan. Dazu ist anders als in der Schule, wo der Lehrplan im Unterricht serviert wird, jede Menge Eigeninitiative gefragt: Besorgt euch Literaturlisten, lasst euch vom Fachstudienberater und von der Fachschaft beraten, wählt aus, was wichtig und was nur wünschenswert ist. "Ziele klarmachen, Überblick verschaffen, Vernetzungen herstellen, einen Fokus anpeilen", sind die Gebote der ersten Stunde.

Struktur

Die Psychologin empfiehlt Mind-Mapping als bewährte Lernstrategie. Um den Kern eines Themas baut man sich einen Zusammenhang auf, indem Zweige, Äste, und Verästelungen immer neue Horizonte aufzeigen. So werden aus den kleinen Inseln des anfänglichen Schimmers mit der Zeit richtige Festungen von Allgemein- und Spezialwissen.

Lernworkshop

Zimmermann kennt aus vielen lösungsorientierten Einzelgesprächen die Knackpunkte des Lernversagens: Im Lernworkshop für Studienanfänger entwickeln wir gute Methoden, an Lernstoff heranzugehen: Austausch mit anderen, Kontakte knüpfen, Motivation durch Verbindlichkeit lautet die Zauberformel. In Arbeitsgruppen von vier bis sechs Studenten, die in etwa das gleiche Level und die gleichen Ziele haben, soll zuverlässig und verbindlich miteinander gearbeitet werden.

Falle Internet

Viele Studenten lassen sich von Facebook und Handybrummen ablenken. Da hilft nur: Abschalten und bewusst technikfreie Lernzonen schaffen!

Nur Mut

Wer von einer kleinen Schule kommt, kann in der Anonymität einer Universität regelrecht absaufen. Deshalb: Traut euch, den Kontakt zu Kommilitonen, Mitarbeitern und Profs zu suchen. Auch für den Studienerfolg ist das zentral: Sie wissen, was in den Prüfungen wirklich verlangt wird.

Lustiges Studentenleben

„Hier im Studentenhaus riecht es zurzeit oft nach Glühwein“, lacht Kerstin Zimmermann. Es geht darum, die richtige Balance zu finden, zwischen zielorientiertem Arbeiten und entspannter Freizeitgestaltung.

Persönlichkeit

"Engagiert euch im Sprecherrat, in Hochschulgemeinden, im Orchester“, rät die Psychologin, „einen guten Arzt, Lehrer oder Ingenieur macht nicht allein das Fachwissen aus, sondern die Reife seiner Persönlichkeit, der Blick über den Tellerrand." Das Studium ist die Phase im Leben, wo man sich auf die eigenen Beine stellt, ein eigenes Profil gestaltet – nicht nur auf Facebook!

Weitere Infos unter www.uni-regensburg.de

Studienberatung - Fragen an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Quelle und Foto: Beilage des Medienhauses "Der neue Tag"

 

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