Unternehmensbesichtigung einmal anders:
Regionalmarketing lud zum Walzenfahren bei der Hamm AG ein
25. März 2009
Tirschenreuth (rmo). Walzenfahren im Schneegestöber - diesen unvergesslichen Eindruck nahmen die rund 60 Besucher der Hamm AG gestern mit nach Hause. Bei der Veranstaltung „Marketing vor Ort" des Regionalmarketing Oberpfalz lernten Oberpfälzer Unternehmer die Firma Hamm aus Tirschenreuth kennen und knüpften neue Kontakte.
Bis zur letzten Minute blieb es spannend. Das angekündigte Highlight des Abends - eine Fahrt mit einer Hamm-Straßenwalze - schien fast ins Wasser (in Form von Schneeflocken) zu fallen. Doch die Mitarbeiter des Unternehmens trotzten dem schlechten Wetter und machten es den Besuchern doch noch möglich, ihren Kindheitstraum zu erfüllen und eine Runde mit einer der Hamm-Walzen zu drehen. Selbst der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert bestieg die Führerkabine einer 7-Tonnen-Walze vom Typ 3307 und versuchte sich erfolgreich als Walzenfahrer. Nebenbei erfuhren die Gäste die Unterschiede zwischen Vibration und Oszillation und lernten die verschiedenen Modelle und deren Einsatzmöglichkeiten kennen.
Kein Land auf der Welt ohne Hamm-Walze
„Es gibt kein Land auf der Welt, in dem keine Hamm Walze fährt." Dieser Aussage der Hamm AG konnte die Geschäftsführerin des Regionalmarketing Oberpfalz nur zustimmen. „Ich war zwar noch nicht in allen Ländern, aber jedenfalls ist mir bei meinem letzten Urlaub in Tansania eine Hamm Walze begegnet", erzählte Nicole Niedermeier und begrüßte die Gäste der Veranstaltung „Marketing vor Ort".
Reinhold Baisch, Vorstand der Hamm AG, berichtete, dass auch Hamm von der Wirtschaftskrise betroffen sei, jedoch sei man gut aufgestellt. „Es gibt kein Land, in dem die Infrastruktur zu gut ist. Es gibt genügend Aufgaben für uns und wir werden unsere Investitionen wie geplant tätigen", erklärte Baisch. Gerade vom deutschen Baumarkt kämen positive Signale.
Dass das Dampfwalzenzeitalter bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts vorbei ist, veranschaulichte Gottfried Beer, Marketingleiter bei Hamm, in einem kurzen Abriss über die Firmengeschichte. „1911 entwickelte Hamm die erste dieselmo-torgetriebene Walze", so Beer. 2008 feierte Hamm seinen 130. Geburtstag. In diesem Jahr waren 680 Menschen bei Hamm beschäftigt, die insgesamt 6300 Maschinen produziert haben. Hamm ist somit der drittgrößte Hersteller weltweit.
Design so gut wie beim i-pod
Aktuell fertigt das Unternehmen 90 verschiedene Maschinentypen in sechs Produktserien. „Alle Maschinen, die wir in letzter Zeit entwickelt haben, haben einen Designpreis gewonnen", berichtete Beer nicht ohne Stolz. Sogar der „Gold Award", sei darunter, der renommierteste Designpreis weltweit. „Somit stehen wir auf einer Stufe mit Apple, die haben im gleichen Jahr den Preis für den i-pod gewonnen", freute sich der Marketingchef.
In einer Werksführung lernten die Besucher das im September neu eingeweihte Bandagenwerk kennen. „25 Millionen Euro haben wir hier investiert", erklärte Gottfried Beer den Gästen, wobei das Geld vor allem in der Technik stecke. „Somit steht in Tirschenreuth das modernste Bandagenwerk weltweit."
Produktionsleiter Jürgen Geyer erläuterte, dass Hamm bis zum Herbst vergangenen Jahres die Bandagen von einem Zulieferer aus Polen bezogen hat. Momentan erfolge der sukzessive Übergang, so dass bis spätestens Herbst dieses Jahres nur noch Bandagen aus eigener Produktion eingebaut würden. „Das macht uns flexibler und wir können schneller auf Anforderungen reagieren", so Geyer.
Nicole Niedermeier appellierte an die Gäste, die vielen positiven Eindrücke des Abends mitzunehmen und weiterzutragen. „Wir haben heute die Hamm AG als ein Oberpfälzer Vorzeigeunternehmen kennen gelernt. Tragen Sie auch nach außen, welche Wirtschaftskraft die Oberpfalz hat!"
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Foto 1 (Bildunterschrift: Die Hamm AG macht es möglich: Walzenfahren im Schneegestöber)
Foto 2 (Beim Publikum kam die Vorstellung der Hamm AG gut an)
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Anja Schicker
Regionalmarketing Oberpfalz in Ostbayern e. V.
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