10 verblüffende Fakten über den Landkreis Schwandorf

Der Komponist der Bayernhymne ist hier geboren - genauso wie der berühmte Dr. Johannes Andreas Eisenbarth. Der Landkreis Schwandorf ist außerdem die wasserreichste Region Ostbayerns - und noch vieles mehr! Hier findest Du zehn spannende Fakten über die Region im Herzen der Oberpfalz:

145.000: So viele Einwohner hat der Landkreis Schwandorf. Er besteht aus zehn Städten, sechs Marktgemeinden und 17 Gemeinden. 

 

Der Vater der Bayern-Hymne ist ein Schwandorfer: Der Musikdirektor Konrad Max Kunz wird am 29. April 1812 als Sohn des städtischen Türmers im Blasturm geboren. Für die Münchner "Bürger-Sänger-Zunft" vertont er im Herbst 1860 das Gedicht "Für Bayern" des Lehrers und Zunftmitglieds Michael Öchsner. "Gott mit dir, du Land der Bayern" avanciert später zur bayerischen "Nationalhymne".

Von den sechs Michelin-Sternen der ganzen Oberpfalz leuchten drei über dem Landkreis Schwandorf: Genussliebhaber sind bei Sternekoch Hubert Obendorfer im Restaurant „Eisvogel“ in Hofenstetten bei Neunburg vorm Wald genau richtig. Mit meisterhaften Interpretationen der internationalen Küche nimmt Koch Thomas Kellerman in seinem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant „Kastell“ auf der Burg Wernberg seine Gäste mit auf eine Reise zu kulinarischen Hochgenüssen.

 

Der Landkreis Schwandorf ist die wasserreichste Region Ostbayerns. Der schönsten Badeseen der Region liegen im Oberpfälzer Seenland rund um Schwandorf und Wackersdorf. Zu verdanken hat der Kreis den Wasserreichtum und das heute idyllische Naherholungsgebiet dem Braunkohleabbau. Viele der ehemaligen Tagebaugruben wurden nach dem Ende des Reviers mit Wasser gefüllt, sodass sich dort heute ein Eldorado für Wassersportler findet. Die gesamte Wasserfläche beträgt über 800 Hektar.  

Bis 1982 findet sich mitten in der Oberpfalz das zweitgrößte Braunkohlerevier der Bundesrepublik Deutschland. Im Raum Wackersdorf und Maxhütte wird im 19. und 20. Jahrhundert - überwiegend im Tagbau - Braunkohle gefördert. Eines der letzten zugänglichen Flöze befindet sich südlich von Wackersdorf am Rand des ehemaligen "Westfeldes". 

 

Das größte Felsenkeller-Labyrinth Bayerns liegt unter der Stadt Schwandorf: Zig Kellerräume und Gänge bilden einen mystischen Irrgarten im Sandstein. Entstanden sind die bis zu 500 Jahre alten Gewölbe als Gär-Keller, als Schwandorf noch ein Zentrum der Braukunst war. Heute finden dort Kulturveranstaltungen und Führungen statt.

In Wackersdorf sollte eine zentrale Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) gebaut werden. Abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in ganz Deutschland wären dann in die Oberpfalz geliefert worden. Es ist das politisch umstrittenste Bauprojekt der 1980er Jahre. Nach massiven und blutigen Protesten der Bevölkerung wird das Vorhaben 1989 gestoppt. Heute findet sich auf dem Gelände der Innovationspark Wackersdorf

 

Das „zweite Woodstock“ in Burglengenfeld geht als eines der größten Open-Airs der Bundesrepublik in die Geschichte ein. Die Protestaktion gegen die WAA in Wackersdorf - das „5. Anti-WAAhnsinns-Festival“ - lockt 1986 rund 100.000 Menschen in den Landkreis Schwandorf. Auf der Bühne stehen Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer, Wolf Maahn, Rio Reiser, BAP, Udo Lindenberg und Die Toten Hosen. 

Dr. Johannes Andreas Eisenbarth gab es wirklich - und er stammt aus dem Landkreis Schwandorf. 1663 wird der Wanderchirurg in Oberviechtach geboren. Mit dem legendären Kurpfuscher des Spottlieds hat er allerdings nur wenig gemein. In der Stadt ist man stolz auf den berühmten Sohn. Es gibt sogar eine eigene Theaterinszenierung, mit der die Erinnerung an den Arzt am Leben gehalten werden soll. 

 

Auf dem Grund des Eixendorfer Stausee finden sich versunkene Dörfer. In den 70er Jahren baut der Freistaat Bayern hier eine Talsperre - zum Schutz vor Hochwasser. Die Dörfer Eixendorf, Höllmühle, Obermühle, Seebarnhammer und eine Teilstrecke der ehemaligen Bahnlinie Bodenwöhr–Rötz verschwinden in den Fluten. Die Bewohner werden umgesiedelt.