Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck: ein Ort für die Seele

Jedes Jahr zur Adventszeit öffnet Graf Burkhardt Beissel von Gymnich die Tore seines Schlosses für Besucher. Mittelalterliches Flair und buntes Markttreiben locken Tausende nach Guteneck im Landkreis Schwandorf.

 Warum er den Markt ins Leben gerufen hat, sei ganz einfach, sagt Graf Beissel: "Die graue Zeit im November und Dezember finde ich einfach blöd und deprimierend. Da habe ich dann gerne viel Licht und Menschen um mich. Deshalb dachte ich, es sei doch schön, einen Weihnachtsmarkt zu machen." Ideen waren von Anfang an viele da. Romantisch sollte es sein, doch auch das Mittelalter sollte nicht zu kurz kommen.

Durch das stufige Gelände wurde der Markt in verschiedene Ebenen unterteilt. So gibt es die Schlossromantik, einen Bereich mit traditioneller Handwerkskunst, einen mittelalterlichen Teil und einen Zauberwald, bei dem vor allem die Kinder auf ihre Kosten kommen. Mit dem Ergebnis ist Graf Beissel mehr als zufrieden: "Der Schloss Guteneck Weihnachtsmarkt ist etwas für die Seele." Das Konzept ging auf. Mehr als 30.000 Besucher kommen jährlich auf den Weihnachtsmarkt.

Lange Tradition, besondere Atmosphäre

Das Schloss Guteneck blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit dem 14. Jahrhundert gibt es Teile des Prachtbaus im Landkreis Schwandorf schon. Urkundlich erwähnt wurde eine Burg Guteneck sogar schon im 12. Jahrhundert. Im Laufe der Geschichte kamen dann weitere Teile hinzu und bestehende Gebäude wurden verändert.

Seit 1961 ist das Schloss im Besitz der Adelsfamilie. Burkhard Graf Beissel von Gymnich übernahm den Besitz im Jahr 2001 von seinem Vater Albrecht. "Es ist schon toll, wenn du an einem Ort deiner Vergangenheit und Familiengeschichte leben darfst", schwärmt Graf Beissel.

Seit der Übernahme hat er das Schloss zu einem modernen Zentrum für Kultur und Wirtschaft umgewandelt. Neben den jährlich stattfindenden Herbst- und Weihnachtsmärkten können in den Räumen des Schlosses auch Firmen und Privatpersonen aus der Region tagen und feiern.

Der Weihnachtsmarkt

Auf die Frage, was er an der Oberpfalz besonders schätzt, hat der Adelige mit rheinländischen Wurzeln sofort eine Antwort parat: "Das sind ganz einfach die Menschen. Weil sie so bodenständig sind, so einfach und bescheiden. Wer das einmal kennengelernt hat, der fühlt sich hier wohl und möchte hier bleiben."

An den Adventswochenenden können die Besucher das historische Flair des Weihnachtsmarktes auf Schloss Guteneck genießen.

Pläne für das nächste Jahr gibt es auch schon: "Natürlich möchten wir uns ständig verbessern, deshalb sind wir immer am Basteln." Es werde im nächsten Jahr mehr für die Kinder geben - konkret soll das Thema Märchen ein zentrales Bild des Marktes werden. Auch die Darstellung der Herbergssuche und des Krippenlebens bekommt einen neuen Anstrich. Zuletzt soll auch der Ritterkeller noch gemütlicher und uriger werden. 

Das Ziel bleibt dabei immer das gleiche: "Der Besucher muss sich wohlfühlen. Die Menschen sollen ein paar Stunden fernab vom Alltag einfach in eine Geschichte des Träumens kommen." Dieser Einladung werden mit Sicherheit wieder Tausende folgen.

 

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