Der "alex" verbindet die Oberpfalz mit der Landeshauptstadt
Regentalbahn schafft Alternativen im Personenverkehr
"12,5 Mio. Zugkilometer legen unsere Züge heute Jahr für Jahr zurück", erklärt Dr. Ralf Holz, Vorstand der Regentalbahn AG, mit Stolz. Die ersten Lokalbahnzüge dampften 1890 von Gotteszell nach Viechtach. Jener Landschaftsstrich, das Regental, fungierte damals als Namensgeber für das private Eisenbahnunternehmen. Beinahe 120 Jahre später sind die modernen Züge der Regentalbahn aus dem Oberpfälzer Schienenverkehr nicht mehr wegzudenken. Für die Entwicklung vom Traditionsunternehmen aus dem Bayerischen Wald zum zweitgrößten Anbieter von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland wurde die Regentalbahn AG nun vom Regionalmarketing Oberpfalz zum Unternehmen des Monats April ausgezeichnet. "Der Ausbau des Streckennetzes in der Oberpfalz ist beeindruckend und zeigt, dass auch eine nicht bundeseigene Eisenbahn auf Basis privater Initiativen erfolgreich wirtschaften kann", begründet Nicole Stelzle, Geschäftsführerin des Regionalmarketing Oberpfalz, die Wahl.
Inzwischen sind, nach mehreren Erweiterungen des Streckennetzes und dem Bedarf an einer deutlicheren Strukturierung, drei Tochtergesellschaften aus der Regentalbahn AG ausgegliedert: die Regental Bahnbetriebs-GmbH, die Regental Fahrzeugwerkstätten-GmbH sowie die Vogtlandbahn-GmbH. Seit 2006 besitzt ARRIVA 100 Prozent der Aktien der Regentalbahn AG und führt ihren Wachstumskurs unter dem Markennamen "Die Länderbahn" auch weiterhin fort. Die ARRIVA Deutschland GmbH wurde als Tochtergesellschaft des europaweit aktiven englischen Verkehrskonzerns ARRIVA plc gegründet und bietet mit seinen verschiedenen Unternehmen wie der Länderbahn, mehreren Busgesellschaften, der Prignitzer Eisenbahn oder den Osthannoverschen Eisenbahnen ein breit gefächertes Angebot an Nahverkehrsdienstleistungen.
Unter dem Dach der Regentalbahn sind mittlerweile an die 600 Mitarbeiter angestellt. "Neben Mitarbeitern in der Verwaltung und der Bahnmeisterei stellen natürlich unsere Lokführer den größten Anteil an Beschäftigten", so Dr. Holz. Jedoch sei auch das weite Spektrum an Berufen wie Schlosser, Elektriker, Lackierer und Schreiner sowie Kontroll- und Servicemitarbeiter nicht wegzudenken. Mit seinen insgesamt 9 Auszubildenden im Unternehmen werde der Oberpfälzer Nachwuchs unterstützt, betont Vorstand Dr. Holz: "Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen bei der Regentalbahn AG bestätigt unser Engagement."
Die Länderbahn unterwegs in der Oberpfalz
Drei verschiedene Zugsysteme der Länderbahn sind in der Oberpfalz unterwegs: die „Oberpfalzbahn“, die Vogtlandbahn und der "alex". Die Züge der "Oberpfalzbahn" fahren zwischen Schwandorf und Furth im Wald sowie rund um Cham. Das Projekt dehnt die bereits seit Jahren praktizierte gute Kooperation mit der Deutschen Bahn AG aus und deckt das Gebiet der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham (VLC) ab. Insgesamt elf moderne, gelb-grün lackierte Triebwagen der "Oberpfalzbahn" sind nun auf den Strecken der Deutschen Bahn unterwegs. Zwischen Regensburg, Schwandorf und Hof bestreiten die Triebwagen der Vogtlandbahn den regionalen Nahverkehr auf der Schiene. Auch diese Tochtergesellschaft der Länderbahn setzt qualitativ hochwertige Triebwagen ein, die in den Hausfarben der Vogtlandbahn grün und weiß gehalten sind. „Das Angebot der Vogtlandbahn ist aus dem Nahverkehrsplan der Oberpfalz nicht mehr wegzudenken, ebenso wenig wie der 'alex'", so Vorstandskollege Tobias Richter, zugleich Geschäftsführer der Vogtlandbahn GmbH. Der "alex", jüngster Spross des Bahnunternehmens, setzt in der Tradition der klassischen Schnellzüge neue Maßstäbe im Mittelstreckenverkehr zwischen dem Allgäu, München, Regensburg, Hof und Prag. Seit Dezember 2007 verbindet er regelmäßig München, Regensburg und Schwandorf. Von dort aus geht es dann fünf Mal am Tag weiter nach Hof sowie zwei Mal über Pilsen in die "Goldene Stadt" Prag. Er fährt damit in der Tradition der ehemaligen InterRegio-Linie 25, die von der Deutschen Bahn sukzessive eingestellt worden war. Auf der für die Region bedeutsamen Bahnachse Regensburg-Hof bietet die Länderbahn nun Fernverkehrskomfort zum Nahverkehrstarif an, da es sich bei ihren Zügen um vom Freistaat Bayern bestellten und finanzierten Regionalverkehr handelt.
Das neue Länderbahn-Betriebswerk in Schwandorf
Seit der Erbauung des neuen Betriebswerks in Schwandorf wartet die Länderbahn dort sämtliche auf der Oberpfalzbahn eingesetzten Triebwagen des Typ RegioShuttle, die in Bayern benötigten Desiro-Triebwagen der Vogtlandbahn sowie alle Lokomotiven und Reisezugwagen des "alex". Mit dem Neubau in Schwandorf konnte in erster Linie eine Ersatzinvestition für das noch aus dem Jahr 1891 stammende kleine Werk in Lam realisiert werden. Eine Erweiterung der dortigen Anlage war aus Platzgründen nicht möglich. Der neue Standort liegt außerdem wesentlich verkehrsgünstiger im Streckennetz: Im Bahnknoten Schwandorf treffen sich stündlich die Oberpfalzbahn und die auf der Strecke Regensburg – Hof eingesetzten Züge der Vogtlandbahn. Hinzu kommt alle zwei Stunden der ab München verkehrende "alex". "Die zentrale Lage des Standorts Schwandorf in der Oberpfalz für den Bau des neuen Werks ist sehr gut erkannt", lobt Stelzle die Entscheidung des Regental-Konzerns. Für Schwandorf und sein Umland sei das Betriebswerk auf alle Fälle ein Gewinn, denn von mehr Arbeitsplätzen sowie einer besseren Infrastruktur profitiere auch die Region.
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Regentalbahn AG – Die Länderbahn
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94234 Viechtach
Tel: 089 5488897-23
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