"Schubladendenken existiert bei uns nicht."

AKW Apparate + Verfahren Holding GmbH u. Co. KG ist Unternehmen des Monats Oktober

Die Namen der Apparate klingen zunächst etwas befremdlich – Hydrozyklone, Waschtrommeln, Freifallklassierer oder Bandtrockner – lassen aber schon in eine Richtung denken: Es muss etwas mit Trennen und Reinigen zu tun haben. Mit dieser Vermutung liegt man richtig: Die Firma AKW Apparate + Verfahren GmbH ist in der nasstechnischen Aufbereitung und Rückgewinnung von mineralischen Rohstoffen sowie im Umweltbereich tätig und bietet ein bewährtes Einzelapparate-Programm, beispielsweise zur Aufbereitung von Erzen, Mineralien oder chemischen Produkten. Darüber hinaus plant, projektiert und liefert das Oberpfälzer Unternehmen auch kundenspezifische Teil- und Komplettanlagen.

Die AKW Apparate + Verfahren Holding GmbH u. Co. KG hat ihre Wurzeln in den Amberger Kaolinwerken, in den 80iger Jahren entstand aus der ehemaligen Abteilung eine eigene Firma. Zur Holding gehören heute weitere Unternehmen: die AKW A+V Protec GmbH und die SiC Processing GmbH, die sich zum weltweit führenden Aufbereiter gebrauchter Sägesuspensionen im Bereich der Waferproduktion in der Solar- und Halbleitertechnik entwickelt.

Ein mittelständisches Unternehmen mit internationaler Ausrichtung, so bezeichnet Thomas Heckmann, Geschäftsführer der AKW Apparate + Verfahren Holding GmbH u. Co. KG, seine Firma. Man entwickelt und plant die Anlagen kundenspezifisch und grenzt sich dadurch von der Konkurrenz ab, die den Markt mit Standardlösungen bedient. "Bei uns gibt es nahezu keine Anlage, die zweimal gebaut wurde", sagt Thomas Heckmann. Um diese speziellen Anlagen zu konstruieren betreibt das Oberpfälzer Unternehmen ein eigenes Technikum. Hier werden die unterschiedlichsten Versuche durchgeführt, um Teil- und Komplettanlagen zur Aufbereitung von Erzen, Mineralien und chemischen Produkten, von kontaminierten Böden oder kommunalen Reststoffen oder auch zur Rückgewinnung von Kunststoffen – um nur einige Beispiele zu nennen – zu projektieren.

Das Herzstück des Unternehmens ist der so genannte Hydrozyklon, ein Apparat, um den herum in der Regel auch die Anlagen konstruiert werden. Im Innern der Hydrozyklone trennen starke Wirbel Grob von Fein und das ist, vereinfacht gesagt, das Prinzip der Aufbereitung und Wiedergewinnung. Mittlerweile existieren rund 3.000 verschiedene Arten von Hydrozyklonen und das allein zeigt schon, dass man bei AKW A+V Schubladendenken nicht kennt und Kundenwünsche kreativ löst.

Ein Kunde aus Ghana beispielsweise baute in Afrika Manganerz ab, die natürlichen Vorkommnisse des Materials waren irgendwann erschöpft. Man wandte sich an die AKW A+V mit der Fragestellung, ob aus dem vorhandenen Abfallmaterial noch wertvolles Manganerz zu gewinnen sei. Das Tüftlerteam bei AKW A+V erdachte und projektierte eine spezifische Anlage – und mit dieser gewinnt der Kunde in Ghana heute aus dem ehemaligen Abfallmaterial wieder 1A-Qualität des wertvollen Erzes.

Heute ist der Bereich Umwelt ein starkes Segment der AKW A+V. Dennoch, Thomas Heckmann bedauert gerade hier restriktive Strukturen und mangelhafte Umsetzung der Umweltgesetzgebung in Deutschland. Man entwickelte beispielsweise für Kunden in Deutschland ein ressourcenschonendes Verfahren zur Aufbereitung von kommunalen Reststoffen, wie Straßenkehricht, Sandfangrückständen aus Kläranlagen und Kanalspülsanden. Doch leider landet ein Großteil dieser Materialien noch immer unbehandelt auf Deponien oder in Tagebaulöchern.


Ihr Ansprechpartnerakw_150

AKW Apparate + Verfahren GmbH
Dienhof 26
92242 Hirschau

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www.akwauv.com

 

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