
Sonne satt für die Energieregion Oberpfalz
Solarpionier Rolf Disch rennt mit seinen "Plusenergiehäusern" offene Türen ein
Häuser, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Diese Vision will der weltweit bekannte Solararchitekt Rolf Disch für jede Gemeinde möglich machen. Auf Einladung des Solar Energie Fördervereins Amberg, des Regionalmarketing Oberpfalz und des Unternehmens Grammer Solar informierte er an der HAW Amberg über das Thema "Solararchitektur – Bauen und Wohnen für die Zukunft".
"Die Oberpfalz ist eine Top-Region für erneuerbare Energien. Wir wollen durch unser Engagement den Kommunen und Hausbesitzern in der Region ermöglichen, schon jetzt auf die Standards der Zukunft zu setzen", berichtet Nicole Niedermeier, Geschäftsführerin des Regionalmarketing Oberpfalz. Nach dem Konzept von Rolf Disch sollen bald öffentliche Gebäude und ganze Wohngebiete ihren eigenen Strom erzeugen und so Nebeneinnahmen für die kommunalen Haushalte erwirtschaften. Disch, der bereits 1969 sein Büro für Solararchitektur gründete, ist sich sicher: "Das lohnt sich sofort." Hohe Lebensqualität mit gesunden Baustoffen und Sonnenenergie als Motor der Gesellschaft sind die Ziele, die der Solararchitekt mit seinen Projekten anstrebt.Um dies zu erreichen, müssen die technischen und wirtschaftlichen Anstrengungen aller Beteiligten gebündelt und koordiniert werden. "Neben der effizienten Systemintegration spielt für Grammer Solar die optimale Integration eines Solarsystems in die Gebäudehülle eine große Rolle", erklärt Geschäftsführer Siegfried Schröpf, der auf eine enge Kooperation mit Bauherren und Architekten setzt. So hat das Amberger Unternehmen, das seit 1977 auf Solartechnik und Photovoltaikanlagen setzt, unter anderem eine 240 Quadratmeter große Luftkollektorfassade für ein Industriegebäude in Hamburg gebaut. Auch Hans-Jürgen Frey, Vorsitzender des Solar Energie Fördervereins Amberg, setzt auf vernetztes Engagement und fortschrittliche Solartechnologie. "Wenn Häuser zu Sonnenhäusern werden" so Frey, "gelingt die Energiewende."
Das rege Interesse am Vortrag des vielfach ausgezeichneten Architekten Rolf Disch beweist, dass ein Umdenken stattfindet und der Bedarf an fortschrittlichen Konzepten und machbaren Lösungen groß ist. Diesen Weg gelte es, so Nicole Niedermeier vom Regionalmarketing Oberpfalz, konsequent weiterzugehen. Nur so könne die Region sich als fortschrittlicher Energiestandort weiter durchsetzen, Wertschöpfung in der Region halten und ihren Beitrag zum Schutz von Umwelt und Natur leisten.
Rolf Disch engagiert sich seit beinahe vierzig Jahren im Bereich der Solararchitektur für konsequentes ökologisches Bauen. Viele seiner Projekte wurden in der Fachwelt als zukunftsweisend angesehen und erhielten zahlreiche Preise. Rolf Dischs Credo: "Wer zur Lösung beiträgt, ist nicht mehr Teil des Problems."
