Podiumsgäste 2. Ost-West-Forum

"Die EU-Osterweiterung findet in der Oberpfalz statt"

Das Regionalmarketing Oberpfalz fördert den Austausch zwischen Ost und West

Beim 2. Ost-West Forum am 28. November 2007 an der Fachhochschule in Weiden bot das Regionalmarketing Oberpfalz 250 Schülern und Studenten eine Austauschplattform, um über Chancen und Perspektiven der grenzübergreifenden Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarländern zu diskutieren. "Um zu verstehen, wie die Menschen aus anderen Ländern ticken, ist es enorm wichtig, ihre Sprache zu lernen", appellierte Dr. Tanja Wagensohn, Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST) an die Anwesenden.

Die Osterweiterung finde nicht in Brüssel sondern in der Oberpfalz statt, betonte Christian Engel, Geschäftsführer der BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH in der angeregten Podiumsdiskussion. "Wir haben bereits 1995 einen Standort in Tachov in Tschechien gegründet. Das Werk ist nur 35 Kilometer Luftlinie von unserem Stammsitz in Weiherhammer entfernt und hat sich zum produktivsten Standort entwickelt", erklärte Engel, der ausdrücklich bei den Studenten und Schülern dafür warb, sich für die östlichen Nachbarländer zu interessieren.

Die Fachhochschule Amberg-Weiden biete bereits eine ganze Menge um die Oberpfalz als Drehscheibe zwischen Ost und West zu positionieren, verriet Prof. Dr. Erich Bauer, Präsident der Fachhochschule. So habe man im Jahr 2004 den neuen Studiengang "Management und Europäische Sprachen" eingeführt und biete über mehrere Semester hinweg Intensivkurse in Tschechisch, Polnisch, Russisch und Ungarisch. "Darüber hinaus haben wir 76 Lehrbeauftragte für weitere Sprachen eingestellt", so Bauer. Dina Mazur, Studentin des Master-Studiengangs Ost-West-Studien an der Universität Regensburg aus Kiew, bestätigte, dass es in Deutschland bereits sehr viele Angebote gebe, eine osteuropäische Sprache zu erlernen. "Wichtig ist es, die Vorurteile gegenüber diesen Ländern abzubauen. Erst wenn man die Sprache der anderen versteht, kann man auch etwas über die Menschen erfahren", erklärte Mazur. Dr. Henning Arp, Leiter der Vertretung der Europäisch Kommission in München, riet den Oberpfälzern, gemeinsam mit den Nachbarländern Visionen zu entwickeln und diese nach und nach durch konkrete Projekte umzusetzen. "Die Europäische Union stellt in den nächsten Jahren über 500 Millionen Euro aus dem Regionalfond für Bayern zur Verfügung", bekräftigte Arp. Damit lasse sich eine Vielzahl von grenzübergreifenden Projekten anschieben.

Dr. Wilhelm Weidinger, 1. Vorsitzender des Regionalmarketing Oberpfalz, freute sich über die überwältigende Resonanz auf die 2. Veranstaltung des Ost-West Forums. "Ziel unseres Austauschforums ist es, Schüler und Studenten zu informieren, welches Potential unsere osteuropäischen Nachbarn haben und welche Möglichkeiten es gibt, während der Ausbildung Ost-West Kompetenzen zu erwerben, um später noch bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben", betonte Nicole Stelzle, Geschäftsführerin des Regionalmarketing Oberpfalz. Außerdem wolle man Interessierten Kontakte zu Firmen und Institutionen vermitteln, die Fortbildungen in diesem Bereich anbieten, um das Zusammenwachsen eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes Oberpfalz-Westböhmen zu fördern.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde präsentierten sich grenzübergreifende Projekte und Organisationen aus der Region im Foyer der Fachhochschule. Unter den Ausstellern waren das Bayerisches Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa, das Böhmisch-Bayerisches-Kommunikations- und Informationsbüro, die Gustav-von-Schlör-Schule, die Fachhochschule Amberg-Weiden und die Europaberufsschule Weiden.

 

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