Podium beim 1. Ost-West-Forum

Neues Podium für den Austausch zwischen Ost und West

Trotz Badewetter: Über 200 Schüler und Studenten diskutierten beim Ost-West-Forum Oberpfalz an der Fachhochschule Regensburg.

"Reisen ist das beste Mittel, um Vorurteile gegenüber den Menschen in anderen Ländern abzubauen". Diesen Ratschlag gaben die Podiumsgäste des 1. Ost-West-Forums Oberpfalz am 19. Juni 2007 den Besuchern mit auf den Weg. Zusammen mit Dr. Henning Arp, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in München, Prof. Ursula Männle, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten des Bayerischen Landtages, Prof. Josef Eckstein, Präsident der Fachhochschule Regensburg, Prof. Alf Zimmer, Rektor der Universität Regensburg, Friedrich Gauweiler, Vertriebsregionalleiter Osteuropa der Krones AG und Dr. Tanja Wagensohn, Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST) diskutierten die Schüler und Studenten über ihre beruflichen Chancen in der Grenzregion Oberpfalz / Westböhmen. Geleitet wurde die offene Diskussionsrunde von Astrid Freudenstein, Journalistin des Bayerischen Rundfunks.

Prof. Ursula Männle, erklärte, dass es wichtig sei, vor allem das osteuropäische Sprachangebot an bayerischen Schulen auszubauen: "Ein Kindergarten hier und eine Berufsschule dort mit tschechischen Sprachunterricht ist zu wenig", betonte die ehemalige Staatsministerin. Dr. Tanja Wagensohn wies darauf hin, dass es in der Oberpfalz eine Menge Zusatzausbildungen und Programme für Osteuropa gibt: "Wir führen zum Beispiel mit Studenten Exkursionen nach Serbien und Bosnien durch. Außerdem gibt es das Bohemicum, das Slovacicum, Ungarisch kompakt und viele andere Weiterbildungsmöglichkeiten." Leider seien diese Angebote noch nicht so bekannt, wie die Austauschprogramme mit Universitäten in den USA oder England. Prof. Josef Eckstein informierte, dass auch die Fachhochschule beispielsweise für Ingenieure oder Techniker interdisziplinäre Studiengänge anbietet.

Friedrich Gauweiler bekräftigte, dass viele Unternehmen in der Oberpfalz nach Fachkräften mit tschechischen oder polnischen Sprachkenntnissen suchen. "Der Markt mit Osteuropa hat sich in den letzten zehn Jahren verzehnfacht. Dort leben 500 Millionen potentielle Kunden. Wir müssen dort investieren", forderte Gauweiler. Prof. Alf Zimmer sieht in Osteuropa ebenfalls eine riesige Chance für die junge Generation. "Lernen Sie eine osteuropäische Sprache, dann haben Sie ein Alleinstellungsmerkmal am Jobmarkt gegenüber den Mitbewerbern", appellierte Zimmer.

Aus dem Publikum wurde angeregt, mehr Sprachangebote für Tschechisch an bayerischen Schulen zu schaffen. In Regensburg sei es zum Beispiel allein am Werner-von-Siemens Gymnasium möglich, einen Wahlkurs Tschechisch zu belegen. Dr. Henning Arp, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in München, erklärte, dass in den nächsten sieben Jahren mehr Geld aus Brüssel für die Förderung von grenzübergreifenden Projekten und Sprachförderungsmaßnamen zur Verfügung stehe als bisher. "Bayern erhält 500 Millionen Euro aus dem Strukturfond der EU", so Arp.

Nicole Stelzle, Geschäftsführerin des Regionalmarketing Oberpfalz, freute sich über die große Resonanz der Auftaktveranstaltung in Regensburg: "Mit dem Ost-West Forum bietet das Regionalmarketing Oberpfalz jungen Menschen eine Plattform, um mit Experten über ihre beruflichen Perspektiven und Chancen zu sprechen." Die Veranstaltungsreihe wird am 28. November an der Fachhochschule Amberg-Weiden fortgesetzt.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde präsentierten sich grenzübergreifende Projekte und Organisationen aus der Region im Foyer der Fachhochschule. Unter den Ausstellern waren die Akademischen Auslandsämter der Fachhochschule und der Universität Regensburg, Europaeum, Mobile Europa Team, Regionalkooperation Oberpfalz-Niederbayern-Pilsen, BAYHOST, Europe Direct Büro Furth im Wald, Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem, Bohemicum und Deutsch-Tschechische Studien.

 

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