König-Otto-Tropfsteinhöhle
Tropfsteinhöhlen sind eigentlich nur große Löcher, die Wasser in Karstgestein gefressen hat. Alleine ihre Entdeckungsgeschichte aber macht die König-Otto-Tropfsteinhöhle bei Velburg zu etwas Besonderem: Ein Schäfer aus St. Coloman folgte einem Fuchs, als dieser plötzlich im Berg verschwand. Am 30. September 1895, dem Geburtstag von Bayernkönig Otto, wagten darauf hin drei "beherzte junge Männer" eine "Expedition" und entdeckten tatsächlich eine der beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen der Frankenalb. Ein weiterer Teil der Höhle wurde erst knapp 80 Jahre später entdeckt und prompt auch nach der Zeit seiner Entdeckung benannt.
Mit ihrer unberührten, märchenhaften anmutenden Tropfsteinlandschaft stellt die "Adventhalle" heute die Hauptattraktion der Höhle dar. Weiterhin sehenswert sind imposante "Stalagnaten" – mit Stalagmiten zusammengewachsene Stalaktiten – sowie unterschiedliche Wasserstandslinien, die davon zeugen, dass die Höhle zu früheren Zeiten zumindest teilweise unter Wasser stand. Die "Schatzkammer", ein wassergefülltes Sinterbecken, bildet eines der Highlights der Höhle.
Die gesamte Wegstrecke durch die Höhle beträgt 270 Meter, die Höhle ist bis zu 70 Meter tief, die Temperatur liegt bei ca. +8° Celsius. Wer die Natur als Architekten erleben möchte und "im Inneren der Erde", quasi von einem Berg verschluckt, den Trubel der Welt "draußen" vergessen möchte, dem sei das Naturdenkmal König-Otto-Tropfsteinhöhle bei Velburg im Landkreis Neumarkt besonders ans Herz gelegt.
Mehr Infos unter www.velburg.de
