Neoklassizismus
Walhalla
Die Walhalla ist das wohl monumentalste Bauwerk im Landkreis Regensburg. Die mächtigen Säulen und Treppen des riesigen Gebäudes sind schon von weitem sichtbar. Ihren Ursprung hat die Walhalla im Jahr 1807, als der damalige Kronprinz Ludwig von Bayern beschloss, den "großen Deutschen" ein unvergängliches Denkmal zu setzen. Am 18.10.1830, dem Gedenktag der Völkerschlacht bei Leipzig, legt König Ludwig I. den Grundstein. Leo von Klenze, der Architekt des Königs, setzt das Vorhaben in die Tat um. In der Kunst besann man sich in dieser Zeit auf die klassischen Werte der Antike und war der Überschwänglichkeit des Rokoko überdrüssig. Nach zwölf Jahren Bauzeit ist der "Ruhmestempel der Teutschen" und die "Wallfahrtsstätte der Nation" fertiggestellt. Im Nordgiebel der Walhalla kann der Besucher die Darstellung der Schlacht im Teutoburger Wald bewundern, im Südgiebel befindet sich ein Standbild der Germania, zu der Krieger schreiten.
Im Inneren des beliebten Ausflugsziels finden sich Büsten und Steintafeln, mit denen Künstlern, Wissenschaftlern, Menschenrechtlern und Politikern gedacht wird, die sich um Deutschland verdient gemacht haben. Zuletzt wurde eine Büste der Widerstandskämpferin Sophie Scholl in die Walhalla aufgenommen.
