Würstl

Würstl und Senf

Was die Oberpfälzer schon immer wussten, mussten sich die Franken erst durch ein Urteil des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes schriftlich geben lassen: Die Bratwurst ist eine Oberpfälzerin, genauer gesagt kommt sie aus Regensburg. Die Historische Wurstkuchl am Fuße der Steinernen Brücke ist die älteste Bratwurstküche der Welt. Sie diente bereits im 12. Jahrhundert den Erbauern der Steinernen Brücke als Imbiss, hier schöpften sie neue Kraft für den Bau des damaligen "8. Weltwunders". Manche munkeln, dass die Brücke so schön wurde, weil die Würstl so lecker waren. Glaubhaft wiederlegt wurde diese These nie!

Die "Regensburger" sind kurze, pralle Würste aus der Bezirkshauptstadt der Oberpfalz. Hier heißen sie allerdings "Knacker", jedoch nicht wegen ihres Aussehens, sondern wegen ihrer Hauptzutat, dem Genickfleisch (bayerisch: Gnack) gemäß des ursprünglichen Rezeptes. Sie sind kalt als Wurstsalat oder heiß vom Rost in der Semmel genossen eine Delikatesse.

So wie auf's Bier ein Schaum gehört, gehört zum Würstl der Senf: Auch hier hat die Oberpfalz einen Weltmarktführer vorzuweisen, zumindest, wenn es um den Geschmack geht. Niemand, der ihn je probiert hat, wird bestreiten, dass der beste süße Senf aus dem Hause Händlmaier in Regensburg kommt. Quasi eine der legalen Substanzen, die süchtig machen! In dem Oberpfälzer Familienbetrieb entsteht seit Generationen diese exquisite Beilage, ohne die zum Beispiel eine "Knackersemmel mit Allem" gar nicht vorstellbar ist. Experten nennen ihren Senf nach der Firmengründerin nur "Louise", ein schöner Kosename für eine Oberpfälzer Spezialität.

Mehr Infos unter www.wurstkuchl.de

 

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