Mineralwasser

Regionalität, so sagt man, entsteht durch die ureigenen Produkte einer Region. In der Oberpfalz hat das Wasser, genauer gesagt das Mineralwasser, die Region geprägt – ähnlich wie die Kartoffel. Gleich ein paar der hochwertigsten Mineralwasserquellen befinden sich im Regierungsbezirk, dem sie einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben: reines Wasser aus tiefem Gestein, belebend, nicht kapriziös, aber unverzichtbar im täglichen Leben. Frische, Reinheit und Klarheit – genau so kann man auch die Oberpfalz umschreiben.

Und schließlich ist Wasser immer ein bisschen mehr als andere Getränke: ein Quell des Lebens. Natürliches Mineralwasser hat einen langen Weg hinter sich, bevor es in die Flasche gelangt. Es stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten, ursprünglich reinen Wasservorkommen und wird direkt am Quellort abgefüllt. Es enthält deshalb von Natur aus Mineralien und Spurenelemente und hat als einziges Lebensmittel in Deutschland eine amtliche Anerkennung. Im Vergleich dazu wird Leitungswasser zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu etwa einem Drittel aus Oberflächenwasser gewonnen.

Eines der bekanntesten natürlichen Mineralwasser ist das Kondrauer Mineralwasser. Bereits im 13. Jahrhundert erkannten die Zisterziensermönche des Klosters in Waldsassen die Qualität des Wassers. Ab 1668 wurde es in Tonkrügen für Prinz Ferdinand Maria nach München geliefert, wo Kondrauer im 19. Jahrhundert auch zum königlich-bayerischen Hoflieferanten ernannt wurde. Mittlerweile füllt Kondrauer neben natürlichem Mineralwasser nicht nur Säfte und Schorlen in allen erdenklichen Sorten ab; mit der Einführung von Bio-Getränken wagte man sich 2008 auch auf getränketechnisches Neuland.

 

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